Zuletzt eingestellte Werke


Drei
Warnung aus dem Weißen Haus
Der zweite Schlaf
Brüste und Eier
Der Halbbart
Im Wahn
Zu viel und nie genug


Zuletzt eingestelle Autoren auf Kritikatur


Powell, James Lawrence
Autor
1 Werk

Anonymus
Anonymus (Trump)
Autor
1 Werk

Kawakami, Mieko
Autor
1 Werk
Biographisches

Randl, Lola
Lola Randl (* 1980)
Regisseur, Drehbuchautor
2 Werke

Lamby, Stephan
Autor
1 Werk



Zuletzt eingestellte Nutzerbeiträge


Irische Passagiere
Irische Passagiere
(Richard Ford)
Lesenswerte neun Erzählungen, deren Thema: das eheliche Zusammenleben vielfach variierend beleuchtet wird. Scheidung oder Tod führen zu neuen Verbindungen, die eingegangen werden, in denen man dennoch keine Erfüllung findet. Es geht um Familienverhältnisse, berufliche Situationen, in denen der weibliche Part überwiegend als Immobilienmakler und der männliche als Anwalt in Erscheinung tritt, und um so manche vieldeutige Nebensächlichkeit, wobei...Weiterlesen


Die zweite Sprache
Die zweite Sprache
(Richard Ford)
Die Immobilienmaklerin Charlotte Porter (44) war lange mit dem Architekten Francis Dolan (45), einem Iren aus dem County Kerry, verheiratet. Als dieser sich seiner Abstammung erinnerte und 1998 von Maine aus in einem restaurierten Holzboot gen Irland segelte, sah man sich nicht wieder; Charlotte ließ sich scheiden. 2002 lernte sie dann Jonathan Bell (46) kennen, dem sie ein teures Loft verkaufte. Jonny Bell aus Chicago war im Ölgeschäft tätig...Weiterlesen


Warnung aus dem Weißen Haus
Warnung aus dem Weißen Haus
(Anonymus (Trump))
Nach einigen ‚Trump’-Büchern ist dieses nun wirklich das letzte, das ich gelesen habe und lesen werde. Nicht nur weil die Wahl 2020 in den USA mittlerweile gelaufen und Donald Trump diese gegen Joe Biden Gott sei Dank verloren hat, sondern auch, weil dieser großartigen Analyse des noch amtierenden Präsidenten der USA nun wirklich nichts mehr hinzuzufügen ist.

Der Autor, der sich hoffentlich demnächst zu erkenne gibt, schreibt...Weiterlesen


Ada
Ada
(Christian Berkel)
     
nachhaltig

Ada
Ada
(Christian Berkel)
Dass dieser zweite Roman von Christian Berkel ein ‚melancholisches‘ Familienepos sei, darüber ist sich die Kritik ausnahmslos einig, zumal dieses ‚Epos‘, wie die meisten Leser meinen, an Berkels Erstlingswerk „Der Apfelbaum“ (habe ich noch nicht gelesen) anknüpfen würde. Ohne das Wort ‚melancholisch‘ überzustrapazieren, scheinen mir aber zwei andere Fähigkeiten bzw. Eigenschaften des Autors bemerkenswerter zu sein als nur dieses...Weiterlesen


Zu viel und nie genug
Zu viel und nie genug
(Mary L. Trump)
     
deprimierend
Man erfährt viel über die Groß-Familie Trump, aber, sollte man die meisten der bisher erschienenen Bücher über diesen Chaos-Präsidenten gelesen haben, letztendlich nicht viel Neues über den Protagonisten selbst. Liest man das Buch aktuell (Oktober 2020, gerade hat sich Trump mit Covid19 infiziert), so drängt sich einem immer wieder die Frage auf, ob nicht weniger der Zombie im Weißen Haus die Demokratie gefährdet, als vielmehr das amerikanische System, das an sich selbst erkrank ist.

Serotonin
Serotonin
(Michel Houellebecq)
     
Von der Thematik her dürfte das Houellebecq’s letzter Roman sein, wobei er seinen Protagonisten in der Ichform für sich sprechen läßt. Erstmals ist die wirkliche Liebe sein Thema, der er offensichtlich erst begegnet, nachdem er durch die Einnahme von Antidepressiva seine Libido verloren hat und an sein Ende denkt. Insofern hebt sich dieser Text deutlich von seinen bisherigen Werken ab. Allerdings bleibt er seinen genitalfixierten Formulierungen treu, also letztendlich wieder ein typischer Houllebecq.

Post aus Paidonesien
Post aus Paidonesien
(Oriol Canosa)
     
hartnäckige Elternverweigerer, die in ihrem Kinderstaat erwachsene Erfahrungen sammeln und Erwachsene anregen, über Kinder nachzusinnen

Der Raum, in dem alles geschah
     
Das Buch hat mich, alles in allem gesehen, enttäuscht. Die begeisterte Ankündigung in der Presse hat, abgesehen von dem einen oder anderen aufschlussreichen Detail, bei weitem nicht gehalten, was versprochen wurde. Vielleicht wäre es interessanter gewesen, wenn die stattgefundene Zensur nicht viele pikante Details aus dem Manuskript herausgestrichen hätte, die angeblich der Geheimhaltung unterliegen würden. Vor allem beim Procedere zum eingeleiteten Amtsenthebungsverfahren scheinen so einige Dinge schiefgelaufen zu sein, und gerade hier hätte man gerne Näheres gewusst.
Unabhängig von diesen Mängeln erscheinen die Schilderungen Boltons, diesem „selbstverliebten Narzissten und Hardliner“, wie ein Kritiker bei amazon schreibt, reichlich langatmig, wenn er hierhin und dorthin reist und diesen und jenen trifft. Und was er über Trump kundtut, ist in den nunmehr fast vier Jahren seiner Präsidentschaft jedem interessierten Zeitungsleser hinreichend bekannt. Die fast 600 Seiten hätte man auch ‚querlesen‘ können. Schade um die Zeit.

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
     
Qualen und Querelen des Erwachsenwerdens in einer zerstrittenen neapolitanischen Familie einfühlsam und angenehm lesbar dargestellt

Der Krieg der Armen
Der Krieg der Armen
(Éric Vuillard)
     
als Wutschrift spürt der Leser durchaus eine kritische Kraft vom Text ausgehen, man bekommt den sozialen Brand in Europa sozusagen mit heißer Feder skizziert, wer allerdings mehr als grobe Skizzen mag, sollte zu anderen Texten greifen

Kafka am Strand
Kafka am Strand
(Haruki Murakami)
     
Wenn auch zwischendrin etwas schleppend – es sind immerhin über 600 Seiten, die ihre Zeit brauchen – war dieser grandiose Roman in jeder Lesephase diese investierte Zeit wert. Von der Handlung her übrigens ein typischer Murakami, oft surrealistisch und fast geheimnisvoll, dann wieder über alle Massen sachlich und gegenwartsbezogen.
Bevor ich mich an einen seiner anderen Romane, den vielgepriesenen „Mister Aufziehvogel“ heranwage, dürstet es mich nach einem Sachbuch.

Sankt Irgendwas
Sankt Irgendwas
(Tamara Bach)
     
Ich weiß nicht, ob und wie viele Lehrer solch alten Schlages Schüler in Deutschland noch ertragen müssen, als Roman ist die Geschichte dank der gleichsam modernen, frischen und nicht anbiedernd juvenilen Schülersprache ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Einsteigen und Mitlesen!

Augustus
Augustus
(John Edward Williams)
     
brillanter historischer Roman, klug im Aufbau, souverän und abwechslungsreich im Erzählton, präzise in den Porträts der verschiedenen Charakter, bewegend im Geschehen

Amerika im kalten Bürgerkrieg
     
Der Autor versteht es bravourös, politische Entwicklungslinien der letzten Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten darzustellen, dabei viele Aus- und Einblicke in andere Orte und frühere Zeiten einzustreuen. Dabei glänzt das Sachbuch mit einer niveauvollen Sprache, die bei aller Seriösität eine Prise Humor nicht vermissen lässt.
Lohnende Lektüre!