Zuletzt eingestellte Werke


Post aus Paidonesien
Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
Zurück nach Fascaray
Insel der verlorenen Erinnerung
Der Krieg der Armen
Luftschlösser sind schwer zu knacken
Imperia
Anton das Bison


Zuletzt eingestelle Autoren auf Kritikatur


Lohmann, Kristin
Übersetzer

Canosa, Oriol
Autor
1 Werk
Biographisches

Bolton, John
John Bolton (* 1948)
Autor
1 Werk

Leser, Antje
Antje Leser (* 1970)
Autor
1 Werk
Biographisches

Mayorga, Juan
Juan Mayorga (* 1965)
Autor
1 Werk



Zuletzt eingestellte Nutzerbeiträge


Der Raum, in dem alles geschah
     
Das Buch hat mich, alles in allem gesehen, enttäuscht. Die begeisterte Ankündigung in der Presse hat, abgesehen von dem einen oder anderen aufschlussreichen Detail, bei weitem nicht gehalten, was versprochen wurde. Vielleicht wäre es interessanter gewesen, wenn die stattgefundene Zensur nicht viele pikante Details aus dem Manuskript herausgestrichen hätte, die angeblich der Geheimhaltung unterliegen würden. Vor allem beim Procedere zum eingeleiteten Amtsenthebungsverfahren scheinen so einige Dinge schiefgelaufen zu sein, und gerade hier hätte man gerne Näheres gewusst.
Unabhängig von diesen Mängeln erscheinen die Schilderungen Boltons, diesem „selbstverliebten Narzissten und Hardliner“, wie ein Kritiker bei amazon schreibt, reichlich langatmig, wenn er hierhin und dorthin reist und diesen und jenen trifft. Und was er über Trump kundtut, ist in den nunmehr fast vier Jahren seiner Präsidentschaft jedem interessierten Zeitungsleser hinreichend bekannt. Die fast 600 Seiten hätte man auch ‚querlesen‘ können. Schade um die Zeit.

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen
     
Qualen und Querelen des Erwachsenwerdens in einer zerstrittenen neapolitanischen Familie einfühlsam und angenehm lesbar dargestellt

Der Krieg der Armen
Der Krieg der Armen
(Éric Vuillard)
     
als Wutschrift spürt der Leser durchaus eine kritische Kraft vom Text ausgehen, man bekommt den sozialen Brand in Europa sozusagen mit heißer Feder skizziert, wer allerdings mehr als grobe Skizzen mag, sollte zu anderen Texten greifen

Kafka am Strand
Kafka am Strand
(Haruki Murakami)
     
Wenn auch zwischendrin etwas schleppend – es sind immerhin über 600 Seiten, die ihre Zeit brauchen – war dieser grandiose Roman in jeder Lesephase diese investierte Zeit wert. Von der Handlung her übrigens ein typischer Murakami, oft surrealistisch und fast geheimnisvoll, dann wieder über alle Massen sachlich und gegenwartsbezogen.
Bevor ich mich an einen seiner anderen Romane, den vielgepriesenen „Mister Aufziehvogel“ heranwage, dürstet es mich nach einem Sachbuch.

Sankt Irgendwas
Sankt Irgendwas
(Tamara Bach)
     
Ich weiß nicht, ob und wie viele Lehrer solch alten Schlages Schüler in Deutschland noch ertragen müssen, als Roman ist die Geschichte dank der gleichsam modernen, frischen und nicht anbiedernd juvenilen Schülersprache ein kurzweiliges Lesevergnügen.
Einsteigen und Mitlesen!

Augustus
Augustus
(John Edward Williams)
     
brillanter historischer Roman, klug im Aufbau, souverän und abwechslungsreich im Erzählton, präzise in den Porträts der verschiedenen Charakter, bewegend im Geschehen

Amerika im kalten Bürgerkrieg
     
Der Autor versteht es bravourös, politische Entwicklungslinien der letzten Jahrzehnte in den Vereinigten Staaten darzustellen, dabei viele Aus- und Einblicke in andere Orte und frühere Zeiten einzustreuen. Dabei glänzt das Sachbuch mit einer niveauvollen Sprache, die bei aller Seriösität eine Prise Humor nicht vermissen lässt.
Lohnende Lektüre!

Acht Tage im Mai
Acht Tage im Mai
(Volker Ullrich)
     
Ein als Mahnung an uns alle dienendes wichtiges Stück Zeitgeschichte. Auch und gerade für mit der Historie des Dritten Reiches vertraute Leser eine Fundgrube von weiterführenden Fakten und neuen Erkenntnissen, die durch ungezählte Anmerkungen und Quellennachweisen noch erweitert werden.

Amerika im kalten Bürgerkrieg
     
nachhaltig
Zur Zeit eines der besten politischen Sachbücher. Selten eine so zutreffende Trump-Charakterisierung gelesen.

Rote Kreuze
Rote Kreuze
(Sasha Filipenko)
     
In gekonnter sprachlicher Leichtgängigkeit verschränkt Filipenko zwei schwere Schicksale und vermittelt dabei dunkle Seiten sowjetischer Geschichte mit einem kleinen nicht allzu hoffnungsspendenden Blick auf die Erinnerungskultur an die Schrecken der Stalinzeit.
Gute Literatur.

Das New Yorker Grubenunglück
     
New York ist nicht in Sicht und von einem Grubenunglück auch keine Spur. Wenn sich Murakami gedanklich auf die Single der Popgruppe 'Bee Gees' von 1967 bezieht, so ist das kaum nachzuvollziehen.

Das New Yorker Grubenunglück
Ein Freund wechselt alle sechs Monate seine Freundin und besucht bei Taifun oder starken Regenfällen den Zoo, um das Verhalten der Tiere zu studieren; sogar nachts, denn „sogar Tiere grübeln um drei Uhr nachts“, und einer gewöhnlichen Hauskatze in einem dortigen Käfig konzediert er ihr Aufenthaltsrecht mit dem Hinweis: „Katzen sind doch auch Tiere“.
Der Freund besitzt einen schwarzen Anzug und eben solche Schuhe, die sich der Erzähler...Weiterlesen


Das grosse Welttheater
Das grosse Welttheater
(Philipp Blom)
     
anspruchsvoll
Schwieriger Text, der auftragsangemessen nicht ganz so sperrig hätte ausfallen sollen. Philipp Blom war gebeten worden, zum hundertsten Geburtstag der Salzburger Festspiele einen Essay mit dem Titel “Das große Welttheater” zu schreiben und hat diesen Auftrag mit dem Untertitel: „Von der Macht der Vorstellungskraft in Zeiten des Umbruchs“ mit Bravour erledigt.
Herausgekommen ist der Versuch, ein Narrativ zu finden aus der globalen Krise herauszufinden, was wohl kaum zu schaffen sein dürfte.

Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki
     
anspruchsvoll, nachhaltig
Ein Meisterwerk, sowohl von der Thematik als auch vom Schreibstil her. Überragend auch das Schlusskapitel (19). Es war mein zweiter, aber sicher nicht mein letzter ´Murakami`

Phantasien
Phantasien
(Jason Starr)
     
Das deutsche Cover zusammen mit dem Titel täuschen einen eher anzüglich billigen Roman vor. Tatsächlich bietet das Werk eine mehr als passable Geschichte sich unheilvoll verstrickender Vorurteile, die mit Obsessionen wesentlich besser betitelt gewesen wären.