Zuletzt eingestellte Werke


Nachts Blanca Die Zeit, die bleibt Kranke Pflege Heiliger Zorn

Zuletzt eingestelle Autoren auf Kritikatur


Mercedes Lauenstein
Mercedes Lauenstein
(* 1988)
Autor
2 Werke
Biographisches

Thomas Palzer
Thomas Palzer
(* 1965)
Autor
1 Werk

Alexander Jorde
Alexander Jorde
(* 1996)
Autor
1 Werk

Catherine Nixey
Catherine Nixey
Autor, Historiker, Journalist
1 Werk
Biographisches

Ralph Müller-Eiselt
Ralph Müller-Eiselt
(* 1982)
Autor
1 Werk
Biographisches



Ticker


Ein möglichst intensives Leben
Ein möglichst intensives Leben
(Lion Feuchtwanger)
     
Wer Feuchtwangers Werke kennt, kommt nicht darum herum, auch seine Tagebücher zu lesen. Es lohnt sich allemal.

Der Typ ist da
Der Typ ist da
(Hanns-Josef Ortheil)
Anspruch
Wissen
  8
9
    Liebe
Humor
  9
5
    Erotik
Spannung
  5
8
    Unterhaltung
Transzendenz
  10
10
   
Der Typ ist da
Der Typ ist da
(Hanns-Josef Ortheil)
     
nachhaltig, bereichernd, unterhaltend, fesselnd, originell

Grosses weihnachtliches Morden
Grosses weihnachtliches Morden
(Péter Nádas)
     
Nachdem Nádas sich wiederholt zwei Dokumentationen angesehen hat, welche die Hinrichtung des rumänischen Staatspräsidenten und Despoten Nicolae Ceausescus und seiner Frau Elena in den Weihnachtstagen 1989 zeigen, resoniert er über moralische uns ästhetische Aspekte dieser Tat. Er versetzt sich in die Lage sowohl der Hinzurichtenden als auch der am Standgericht beteiligten Personen; deren Gefühlszustand und auch der des ungenannten Kameramannes, der das Spektakel filmt, bestimmen sein Selbstreflexion.

In der Körperwärme der Schriftlichkeit
In der Körperwärme der Schriftlichkeit
(Péter Nádas)
     
Ausgehend von ´Europa`, Tochter des Griechengottes Oceanos und einer der vier Frauen des Göttervaters Zeus, deren Kontinent gewordene Gestalt sich – wie er formuliert – seit ihren Anfängen aus der Dumpfheit des Analphabetentums vergeblich herauszuarbeiten bemüht, versucht Nádas eine Ortsbestimmung ganz anderer Art als er sie in seinem Essay ´Behutsame Ortsbestimmung` versucht. Er bezieht die Situation auf sich selbst und auf sein Schreiben, das auch erst einmal gelernt sein will, und, hat man einmal damit begonnen, nie enden wird. Auch in die Gepflogenheiten, seine Gedanken zu Papier zu bringen, gewährt der Autor Einblick. 5 ½ Seiten erkenntnisreiche Selbstbeobachtung.

Behutsame Ortsbestimmung
Behutsame Ortsbestimmung
(Péter Nádas)
     
Das Dorf mit seinen Wildbirnenbäumen, unter denen sich die Bewohner im Sommer abends versammeln, gilt Nádas als Wiege des Zusammenlebens. Von diesem soziologischen Mikrokosmos des ländlichen Raums ausgehend, zieht er seine Schlüsse für das bis heute bestimmende kollektive Bewusstsein der ungarischen Bevölkerung und blickt gleichzeitig zurück auf die geschichtliche Entwicklung Ungarns. Eine wirklich ´behutsame` Ortsbestimmung.

Leben 3.0
Leben 3.0
(Max Tegmark)
     
originell, nachhaltig, eröffnend, unterhaltend
Tegmark bietet mit „Leben 3.0“ eine prägnante wie weitsichtige Einführung in den KI-Diskurs – das wohl „wichtigste Gespräch unserer Zeit“. Dabei greift er auf fundierte Kenntnisse der internationalen KI-Forschung zurück und klärt die äußerst spannenden Fragen, wie Materie intelligent werden kann, wie Naturgesetze von sich aus Ziele hervorbringen und was Bewusstsein (wahrscheinlich) ist. Von diesen Basics ausgehend, stellt der Autor den aktuellen Stand der Entwicklung dar (Was kann KI bereits?) und erklärt grundlegende Prinzipien wie Deep Learning, Auto-Assoziativität, Feedforward-Netzwerke und rekursive Selbstverbesserung. Dabei ist die Forschung über die von Vernor Vinge 1993 postulierte „Singularität“, nach welcher im Falle einer Intelligenzexplosion keine Aussagen mehr über den weiteren Verlauf gemacht werden können, hinausgekommen, indem zumindest grobe Rahmenbedingungen und 'Meta-Regeln' eruierbar sind, welche Tegmark in zahlreichen Szenarien genauer unter die Lupe nimmt und dabei auch mit gängigen KI-Mythen aufräumt. Dennoch ist das Risikopotenzial gewaltig, was es bis zur „Singularität“ in Form ambitionierter KI-Sicherheitsforschung und gesellschaftspolitischer Vereinbarungen zu minieren gilt. Fazit: Ein wirklich anregendes Buch, das über die detaillierte Vermittlung des Gesamtzusammengangs (Leben – Technik – Mensch) die KI-Problematik in all ihren Facetten wahr- und ernst nimmt.

Der Beweis des Jahrhunderts
Der Beweis des Jahrhunderts
(Masha Gessen)
     
unterhaltend, melancholisch
Masha Gessen, bekannt unter anderem durch ihre Putin-Biographie, geht in „Der Beweis des Jahrhunderts“ dem Leben des Mathematikers Grigori Perelman nach, welcher 2002 eines der sogenannten „Millennium-Probleme“ löste, sich seitdem komplett aus der Öffentlichkeit zurückzog und sogar auf das Preisgeld von einer Million Dollar verzichtete. Da fragt man sich natürlich: Wer ist dieses Genie, das die Poincaré-Vermutung – eines der größten topologischen Rätsel aller Zeiten, an dem sich Generationen von Mathematikern die Zähen ausbissen – löste? Diese Frage versucht die Journalistin zu beantworten, ohne je mit Perelman gesprochen zu haben, indem sie Freunde, Kollegen, Lehrer interviewt und dieses Material im Kontext der sowjetischen Mathematik-Geschichte verortet. Damit erhält man a) eine interessante Meta-Geschichte über Mathematikerleben in der Sowjetunion (vor allem, was institutionelle Strukturen anbelangt), b) eine Rekonstruktion dessen, was man über Perelman weiß (im Sinne einer Quellensammlung) und c) eine kohärente Interpretation des 'Innenlebens'. Fazit: Die ersten beiden Punkte rechtfertigen das Buch durchaus, die Rekonstruktion des Innenlebens hingegen hätte meines Erachtens etwas offener gestaltet werden können, ohne sich dabei auf DIE EINE – zuweilen indiskrete – Version einzuschießen.

Das Licht
Das Licht
(T. C. Boyle)
     
seicht, unterhaltend, eröffnend

Das Licht
Das Licht
(T. C. Boyle)
Das Cover schreit, aber der Text bleibt ganz ruhig
Zu ruhig, zu nüchtern, zu unproblematisch. Umschlaggestaltung und Titel lassen mehr erhoffen.
Der Haupthandlung stellt Boyle ein dickes "Vorspiel" über den "Bycicle Day" voran. Aus Sicht der Sekretärin des Chemikers Albert, dem Entdecker von LSD, wird über dessen Forschungsarbeit und Selbstversuch berichtet. Die Hintergründe der Drogensynthese sind zwar durchaus nicht uninteressant, und sollen wohl einfach das: neugierig...Weiterlesen


Babel
Babel
(Kenah Cusanit)
Ein Leckerbissen für Spezialisten
Ein Tag im Jahr 1913, auf dem Grabungsgelände des legendären Babylon, in den Gedanken des deutschen Archäologen, Architekten und Kunsthistorikers Robert Koldewey. Man ahnt es schon: Mit Koldewey hat Cusanit den richtigen Mann gefunden, um mehr als einen archäologischen Roman zu schreiben.
Koldeweys und Cusanits Gedanken schweifen weit - von den alten Persern, Assyrern und Babyloniern, zu Herodot und Kaiser Wilhelm, von alten Tontafeln über...Weiterlesen


Babel
Babel
(Kenah Cusanit)
     
anspruchsvoll, originell, bereichernd, eröffnend, erheiternd, fesselnd

Die Stadt der Blinden
Die Stadt der Blinden
(Jose Saramago)
     
eröffnend, melancholisch, belehrend, erschütternd, bereichernd, nachhaltig

Die Stadt der Blinden
Die Stadt der Blinden
(Jose Saramago)
Grauenvoll menschlich und tief philosophisch
In ganz einfacher, unaufgeregter Sprache erzeugt Saramago unglaubliche Bilder. Szenen von größter Brutalität wechseln mit Zeugnissen tiefen Vertrauens, zwischen ganz viel Verwahrlosung, Ekel und vor allem Unsicherheit. Der Ton ist schwer, mit einem eigenartigen traurigen Humor, an vielen Stellen klingt es sentenzhaft. Über weite Passagen erzählt Saramago beinahe szenisch und verzichtet dabei auf Anführungszeichen und Absätze, sodass man beim...Weiterlesen


Die Sinflut von Norderney
Die Sinflut von Norderney
(Karen Blixen)
     
Eine etwas verstaubte und reichlich fantasievolle Angelegenheit, aber gut erzählt.

Irgendwo in diesem Dunkel
Irgendwo in diesem Dunkel
(Natascha Wodin)
Anspruch
Wissen
  10
10
    Liebe
Humor
  5
2
    Erotik
Spannung
  2
10
    Unterhaltung
Transzendenz
  10
9
   
Irgendwo in diesem Dunkel
Irgendwo in diesem Dunkel
(Natascha Wodin)
     
anspruchsvoll, nachhaltig, bereichernd, fesselnd, ergreifend

Der weiße Pfau
Der weiße Pfau
(D. H. Lawrence)
Regeln ohne Spiel – D.H. Lawrence' „Der weiße Pfau“
D.H. Lawrence – bekannt u.a. durch „Lady Chatterley“ (1928) – legt in seinem Erstlingswerk „Der weiße Pfau“ (1911) bereits eine bemerkenswert ausgefeilte Poetologie hin. So ist man anfangs irritiert, weil man denkt, sich in einer, dem Realismus typischen Dorfgeschichte wiederzufinden, doch trügt dieser Schein, da das viktorianische Setting lediglich genutzt wird, um eine analytische Geschichte des Begehrens und Gegenbegehrens zu entfalten...Weiterlesen


Unser mathematisches Universum
Unser mathematisches Universum
(Max Tegmark)
Max Tegmark, Physikprofessor am MIT, entwirft in „Unser mathematisches Universum“ die radikalplatonische Idee einer rein mathematischen Wirklichkeit, also die Vorstellung, dass „[u]nsere Wirklichkeit […] nicht nur durch die Mathematik beschrieben (wird)“, sondern die „Mathematik (ist)“. Diese Hypothese geht zurück auf die Artikel „Is 'the theory of everything' merely the ultimate ensemble theory?“ (1996) und „The Mathematical...Weiterlesen


Vom Ende der Einsamkeit
Vom Ende der Einsamkeit
(Benedict Wells)
     
bereichernd, nachhaltig
Ein über alle maßen gefühlvoll geschriebenes und von der Kritik zu Recht gepriesenes Buch.