Übersicht


Epoche : Postmoderne
Originalsprache : Deutsch
besprochen : Das Literarische Quartett
Umfang : ca. 273
Thema : Ovid
Ort : Schwarzes Meer
Besondere Liste : 1001 Bücher, Das Buch der 1000 Bücher, Deutsche Literatur auf einen Blick
Verlag : Bertelsmann-Club, Greno, S. Fischer Verlag, Spiegel Verlag
Produktreihe : Jahrhundert-Edition

Kurzbeschreibung


»Die letzte Welt« ist ein Roman von Christoph Ransmayr. 1988 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.

Mitmachen / Fehler gefunden
Gern kannst Du bei Kritikatur mitmachen. Als kultureller Verein, Verlag, Buchhandlung oder als Nutzer angemeldet, bieten sich Dir vielfältige Möglichkeiten, sich zu präsentieren.

Auf dieser Seite befindet sich eine falsche Angabe oder es fehlt Information. Gib uns Bescheid, um hier nachzubessern.

Charakteristik / 1 Einschätzung


Anspruch
Wissen
  9
5
    Liebe
Humor
  2
1
    Erotik
Spannung
  1
6
    Unterhaltung
Transzendenz
  6
6
   



Verschollen an der Schwarzmeerküste
Ovid, in der antiken Welt als der römische Dichter ‚Publius Ovidius Naso‘ und vor allem durch sein Hauptwerk, die ›Metamorphosen‹, bekannt, wird im Jahre 8 v. Chr. nach einer anlässlich der Eröffnung eines neuen Stadions gehaltenen Rede, in der er es versäumt hatte, dem Imperator Augustus zu huldigen, an die Schwarzmeerküste in das Bergwerkstädtchen Tomi verbannt. Nach einigen Jahren macht sich sein Freund und Bewunderer ‚Cotta‘ mit dem Lastensegler ‚Trivia‘ auf den Weg, den inzwischen als verschollen geltenden Ovid und eine Abschrift seiner ‚Metamorphosen‘ aufzuspüren.
In Tomi, wo er nach seiner Ankunft beim Seiler ‚Lycaon‘ unterkommt, folgt er dessen Hinweis auf den verlassenen Weiler ‚Trachila‘, wo sich Naso aufhalten soll. Dort trifft er aber nur auf ‚Pythagoras‘, seinen Diener, der auf die Frage nach dem Verbleib seines Herrn keine befriedigende Antwort geben kann.
In der Folge macht Cotta die Bekanntschaft aller Stadtbewohner und erfährt dieses und jenes über den Verschollenen. Jeder erzählt eine andere Geschichte, durch die Cotta den Spuren Ovids näher zu kommen erhofft. So auch die Erzählungen der taubstummen Weberin ‚Arachne‘ und der Stromerin ‚Echo‘ vom bevorstehenden Untergang der Welt und der Vernichtung der wölfischen Menschheit, die sie von ‚Naso’ gehört haben wollen. Bei Arachne findet Cotta in deren Teppiche eingewebte Motive, die auf Erzählungen Ovids (Nasos) fußen könnten.
Eingeschoben in diesen Handlungsstrang sind Rückblicke auf die Zeit vor Ovids Verbannung in Rom. Eingeschoben auch die von dem regelmäßig in die Stadt kommenden ‚Filmvorführer Cypario‘ erzählten Geschichten, u.a. die des Untergangs Trojas und des Schicksals der Helden Hektor, Herkules und Orpheus.
Die Handlung verliert sich und bricht ab, als ein Unheil nach dem anderen über Tomi hereinbricht und Cotta in den Trümmern des zerstörten Weilers Trachila herumirrt.





Der Ender 1980er Jahre erschienene, als Weltbestseller gefeierte und in 29 Sprachen übersetzte Roman vereint alle in Ovids Hauptwerk >Metamorphosen< vorkommenden mythischen Figuren, gibt den Namen Gesichter und lässt die Zeit in Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen. Eine höchst anspruchsvolle, den Leser auf jeder Seite in Atem haltende Gemengelage.




Kurzkritiken


     
Ein sprachliches Meisterwerk, dunkel, mysteriös und spannend



Sendungen





Ausgaben


lieferbare Ausgaben
Die letzte Welt
Die letzte Welt
(Christoph Ransmayr)

S. Fischer Verlag, 1991, 285 S., 9783596295388
13,00 €

Bestellen

Die letzte Welt
Die letzte Welt
(Christoph Ransmayr)

S. Fischer Verlag, 2008, 286 S., 9783100629395
19,90 €

Bestellen

nicht mehr lieferbar
Die letzte Welt
Die letzte Welt
(Christoph Ransmayr)

Spiegel Verlag, 2007, 297 S., 9783877630259


Die letzte Welt
Die letzte Welt
(Christoph Ransmayr)

Bertelsmann-Club, 1999, 253 S.


Die letzte Welt
Die letzte Welt
(Christoph Ransmayr)

Greno, 1988, 324 S., 9783821840444





Linktipp: »Deutsch« als Originalsprache haben auch