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Sachbuch

 



Übersicht

(10 Punkte)

Namensformen : Sachbücher (Plural)
Typ : Epik
 





- Literatur -

»Sachbuch« als Thema


          





»Sachbuch« als Literaturgattung


          
          
          

          
          
          
          
          


Zuletzt eingestellte Bewertungen mit »Sachbuch« als Literaturgattung


Die Information
Die Information
(James Gleick)
     
nachhaltig, eröffnend

Leben 3.0
Leben 3.0
(Max Tegmark)
     
originell, nachhaltig, eröffnend, unterhaltend
Tegmark bietet mit „Leben 3.0“ eine prägnante wie weitsichtige Einführung in den KI-Diskurs – das wohl „wichtigste Gespräch unserer Zeit“. Dabei greift er auf fundierte Kenntnisse der internationalen KI-Forschung zurück und klärt die äußerst spannenden Fragen, wie Materie intelligent werden kann, wie Naturgesetze von sich aus Ziele hervorbringen und was Bewusstsein (wahrscheinlich) ist. Von diesen Basics ausgehend, stellt der Autor den aktuellen Stand der Entwicklung dar (Was kann KI bereits?) und erklärt grundlegende Prinzipien wie Deep Learning, Auto-Assoziativität, Feedforward-Netzwerke und rekursive Selbstverbesserung. Dabei ist die Forschung über die von Vernor Vinge 1993 postulierte „Singularität“, nach welcher im Falle einer Intelligenzexplosion keine Aussagen mehr über den weiteren Verlauf gemacht werden können, hinausgekommen, indem zumindest grobe Rahmenbedingungen und 'Meta-Regeln' eruierbar sind, welche Tegmark in zahlreichen Szenarien genauer unter die Lupe nimmt und dabei auch mit gängigen KI-Mythen aufräumt. Dennoch ist das Risikopotenzial gewaltig, was es bis zur „Singularität“ in Form ambitionierter KI-Sicherheitsforschung und gesellschaftspolitischer Vereinbarungen zu minieren gilt. Fazit: Ein wirklich anregendes Buch, das über die detaillierte Vermittlung des Gesamtzusammengangs (Leben – Technik – Mensch) die KI-Problematik in all ihren Facetten wahr- und ernst nimmt.

Der Beweis des Jahrhunderts
     
unterhaltend, melancholisch
Masha Gessen, bekannt unter anderem durch ihre Putin-Biographie, geht in „Der Beweis des Jahrhunderts“ dem Leben des Mathematikers Grigori Perelman nach, welcher 2002 eines der sogenannten „Millennium-Probleme“ löste, sich seitdem komplett aus der Öffentlichkeit zurückzog und sogar auf das Preisgeld von einer Million Dollar verzichtete. Da fragt man sich natürlich: Wer ist dieses Genie, das die Poincaré-Vermutung – eines der größten topologischen Rätsel aller Zeiten, an dem sich Generationen von Mathematikern die Zähen ausbissen – löste? Diese Frage versucht die Journalistin zu beantworten, ohne je mit Perelman gesprochen zu haben, indem sie Freunde, Kollegen, Lehrer interviewt und dieses Material im Kontext der sowjetischen Mathematik-Geschichte verortet. Damit erhält man a) eine interessante Meta-Geschichte über Mathematikerleben in der Sowjetunion (vor allem, was institutionelle Strukturen anbelangt), b) eine Rekonstruktion dessen, was man über Perelman weiß (im Sinne einer Quellensammlung) und c) eine kohärente Interpretation des 'Innenlebens'. Fazit: Die ersten beiden Punkte rechtfertigen das Buch durchaus, die Rekonstruktion des Innenlebens hingegen hätte meines Erachtens etwas offener gestaltet werden können, ohne sich dabei auf DIE EINE – zuweilen indiskrete – Version einzuschießen.



Durchschnittscharakteristik mit »Sachbuch« als Literaturgattung (74 Charakteristiken)


Anspruch
Wissen
  5.2
7.2
    Liebe
Humor
  2.8
2.4
    Erotik
Spannung
  1.2
4.1
    Unterhaltung
Transzendenz
  7.3
3.3
   




»Sachbuch« als Literaturgattung in der Literatur (Auswahl)