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Produktinformation

Theoretische Praxis

Theoretische Praxis

- Probleme eines strukturalen Marxismus -

Urs Jaeggi

 



Übersicht


Verlag : Suhrkamp Verlag
Produktreihe : suhrkamp taschenbuch wissenschaft (Bd. 149)
Sprache : Deutsch
Erschienen : 14. 03. 1976
Seiten : 213
Höhe : 177 mm
Breite : 108 mm
Gewicht : 196 g
Dicke : 15 mm
ISBN : 9783518277492
Einband : Kartoniert
 
 
 


Stichworte aus dem enthaltenen Werk


Thema : Marxismus, Sozialphilosophie, Soziologie, Strukturalismus, Debatte, Historischer Materialismus
Ort : Deutschland


Enthaltene Werke


Autor    Text      
Urs Jaeggi    Theoretische Praxis      



Dieser Band hat drei Schwerpunkte.
»Erstens«: Es ist eine lebhafte Diskussion über das Verhältnis von Soziologie und Geschichte im Gange, die in Gefahr ist, sich in methodischen Verallgemeinerungen zu verlieren. Jaeggi versucht, die in dieser Diskussion vertretenen Positionen klar zu markieren.
»Zweitens«: die Strukturalismusdebatte hat in Deutschland, zumindest in der Philosophie und in der Soziologie einen unguten, wenn auch typischen Status gehabt: schlecht und recht wurde der Diskussionsstand aufgearbeitet; eigenständige, originäre Weiterentwicklungen finden sich in den Sozialwissenschaften kaum. Der strukturale Marxismus wurde aufgesogen in die sozialphilosophische Fragestellung, als ein Konkurrent im Rahmen der Versuche, umfassende, universelle Theorie zu entwerfen. Als Kritik am Hyper-Empirismus, als Gegner der »Rhapsodie von Fakten«, steht er andererseits quer sowohl zu einem Spät- oder Neohegelianismus wie auch zu den Exerzitien einer wortgetreuen Marx/Engels-Exegese. Jaeggi versucht herauszuarbeiten, weshalb der strukturale Ansatz dabei nicht gegen die historisch-materialistische Methode ausgespielt werden kann, sondern im Rahmen des historischen Materialismus richtige Fragen formuliert und reformiert.
»Drittens«: Rechenschaftsberichte über die eigene Forschungspraxis sind in Deutschland selten. Aus diesem Grund sind in diesem Band kurze Abschnitte aus dem 1968 erschienenen Band »Ordnung und Chaos, Strukturalismus als Methode und Mode« aufgenommen. Aus der Gegenüberstellung der früheren Rezeption strukturaler Ansätze mit dem heutigen Stand der Diskussion ergibt sich ein Bild, das die Verschiebung von der ideologiekritischen Ebene zu Rekonstruktionsversuchen des historischen Materialismus zeigt.