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Zitate - Autor - Kurt Tucholsky - (30)



                

»Der Mensch ist nicht so böse, wie man manchmal denken sollte. Aber er wird nie so gut werden, wie Idealisten sich das denken.«


»Die Seele jeder Ordnung ist ein großer Papierkorb.«
Stichworte: Ordnung


»Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen.«
Stichworte: Erfahrung


»Alte haben gewöhnlich vergessen, dass sie jung gewesen sind, oder sie vergessen, dass sie alt sind, und Junge begreifen nie, dass sie alt werden können.«
Stichworte: Alter, Jugend


»Als deutscher Tourist im Ausland steht man vor der Frage, ob man sich anständig benehmen muss oder ob schon deutsche Touristen dagewesen sind.«
Stichworte: Deutsche, Touristen


»Auch außerhalb unsrer Sphäre leben andre Leute ein Leben: das ihre.«


»Das Ärgerliche am Ärger: Man schadet sich, ohne anderen zu nützen.«


»Das Leben ist gar nicht so.
Es ist ganz anders.«


»Denn das ist Humor: durch die Dinge durchsehen, wie wenn sie aus Glas wären.«
Stichworte: Humor


»Der Chef organisiert von Zeit zu Zeit den Betrieb völlig um. Das schadet aber nichts, weil ja alles beim Alten bleibt.«


»Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.«


»Der Leser hat's gut. Er kann sich seine Schriftsteller aussuchen.«


»Der Mensch besteht aus Knochen, Fleisch, Blut, Speichel, Zellen und Eitelkeit.«
Stichworte: Eitelkeit


»Der Mensch hat, neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken, zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.«
Stichworte: Ignoranz, Lärm


»Der Sozialismus wird erst siegen, wenn es ihn nicht mehr gibt.«
Stichworte: Sozialismus


»Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.«
Stichworte: Verstellung, Klugheit


»Die Ereignisse haben manchmal Unrecht, die Zeitung nie.«
Stichworte: Irrtum, Presse, Wahrheit


»Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt - sieh sie dir an.«


»Es gibt vielerlei Lärm, aber es gibt nur eine Stille.«
Stichworte: Lärm, Stille


»Es ist immer schön, wenn der Schwächere der Stärkere ist.«
Stichworte: Stärke, Schwäche


»Lasst uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen.«


»Leben ist aussuchen.«


»Man muss den Leuten nie mehr Geld aus der Tasche ziehen wollen, als wirklich drin ist, denn sonst merken sie’s.«


»Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden.«


»Unterschätze nie die Macht dummer Leute, die einer Meinung sind.«
Stichworte: Dummheit


»Verärgerte Bürgerliche sind noch keine Revolutionäre.«


»Was die Kirche nicht verhindern kann, das segnet sie.«
Stichworte: Religion


»Wenn der Deutsche hinfällt, dann steht er nicht auf, sondern schaut, wer schadenersatzpflichtig ist.«


»Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise.
Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte.«
Stichworte: Geschichte, Reisen


»Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten. Dass einer alles hat: das ist selten.«


 
Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky
(1890 - 1935)



Zitate in Werken von Kurt Tucholsky





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