Übersicht


Epoche : Neue Sachlichkeit
Originalsprache : Deutsch
Genre : Entwicklungsroman
Umfang : ca. 156 Seiten
 
Thema : Buddhismus, Selbstfindung, Religion, Philosophie
Ort : Indien
 
Besondere Liste : Meyers Kleines Lexikon - Literatur, 1001 Bücher, Das Buch der 1000 Bücher
Verlag : Suhrkamp Verlag
Produktreihe : Suhrkamp BasisBibliothek (SBB)
 


Kurzbeschreibung


»Siddhartha« ist ein Roman von Hermann Hesse. 1922 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.


Anspruch
Wissen
  7
7
    Liebe
Humor
  7
2
    Erotik
Spannung
  2
3
    Unterhaltung
Transzendenz
  3
9
   


Figuren


Siddharthas Mutter
Siddharthas Sohn
Kamaswami
Vasudeva
Siddharthas Vater
Siddhartha
Kamala
Govinda



Der schon früh nach dem Sinn des Lebens suchende junge Brahmanensohn Siddhartha wächst in einem kleinen indischen Dorf auf. Da er schon bald in seiner heimatlichen Umgebung keine Antwort auf die sich ihm aufdrängenden Fragen zu erhalten meint, verlässt er seine Familie und schließt sich gemeinsam mit seinem gleichaltrigen Freunde Govinda einer im nahen Wald lebenden Gruppe besitzloser Asketen (den "Samanas") an. Als er nach drei Jahren der Kasteiung und medialer Übungen die angestrebte Erlösung vom eigenen Ich immer noch nicht gefunden hat, überredet er Govinda, mit ihm in die Stadt Savathi zu wandern, wo im Hain Jetavana der Gotama Buddha lebt und lehrt, dessen Ruf und Meditationen in der ganzen Region bekannt sind. Begeistert von Buddha und seiner Lehre beschliesst Govinda, bei diesem zu bleiben; Siddhartha hingegen erkennt, dass er auch durch dessen Lehre und überhaupt durch keine Lehre den Sinn und das Wesen des eigenen Ichs finden kann, dass er auf der Suche danach sogar sich selbst verloren gegangen ist. Er verlässt Savathi und seinen Freund und wandert weiter auf dem Weg zu sich selbst.
Nach einer Flussquerung und Übernachtung in der Hütte des Fährmanns Vasudeva gelangt er in eine große Stadt, in der er der schönen Kurtisane Kamala begegnet. Mit ihr geht er ein enges Liebesverhältnis ein, ohne, dass beide sich innerlich näher kommen. Zur Bedingung für ihr Zusammensein macht Kamala, dass Siddhartha Kleider, Schuhe und Geld sein Eigen nennt, zu welchem Zweck sie ihn an den reichen Kaufmann Kamaswami vermittelt. Von diesem in den Geschäften unterwiesen ist Siddhartha bald schon ein wohlhabender Mann, besitzt ein eigenes Stadthaus und ergibt sich voll den weltlichen Genüssen, wobei jedoch in seinem Inneren die Flamme des Erlösungsdranges nicht aufhört zu brennen. Übersättigt und angeekelt von sich selbst kommt er nach langen Jahren und manch durchzechter Nacht plötzlich zur Besinnung und fasst eines Morgens den Entschluss, alles hinzuwerfen, Kamala und die Stadt zu verlassen und in sein altes Leben zurückzukehren. Auf dem Weg zu seinen alten Wurzeln gelangt er wieder an den großen Fluss, trifft auf den Fährmann, der ihn auf dem Hinweg übergesetzt hatte, begibt sich als Gehilfe in dessen Dienste und lebt fortan mit ihm in seiner Hütte.
Weitere Jahre sind vergangen als Siddhartha von vorbeipilgernden Mönchen erfährt, dass Buddha im Sterben liegt. Auch die inzwischen allem Weltlichen abgeschworene Kamala mit ihrem kleinen Söhnchen, den Siddhartha bei ihrem letzten Zusammensein unwissentlich gezeugt hatte, und dem sie seinen Namen gegeben hat, befindet sich unter ihnen. Bei einer Rast unweit der Fährhütte wird sie von einer Schlange gebissen und von dem zur Hilfe herbei eilenden Fährmann Vasudeva gefunden. Sterbend erkennt sie Siddhartha und seinen Sohn. Siddhartha versucht, seinen Sohn bei sich zu behalten, obwohl er bald dessen weltliche Verwöhnung erkennt, und von Vasudeva ermahnt wird, ihn laufen und seinen Weg gehen zu lassen, lässt sich von ihm beschimpfen und erniedrigen und muss zusehen, wie dieser eines Nachts Geld und Boot nimmt und sich davon macht. Der Vater folgt dem Sohn ohne ihn wirklich zu suchen und zu finden bis vor die Stadt, wo er meditierend in den Staub sinkt und schließlich von Vasudeva zurück an den Fluss geholt wird.
Weiter seine Fährarbeit verrichtend sieht Siddhartha viele Menschen und beneidet sie, nicht nur um ihre Kinder. Plötzlich erscheint ihm die Welt aus einer anderen Perspektive und alle Schwächen und Begehrlichkeiten sieht er nicht mehr als verachtenswerte Kindereien, sondern als liebenswerte, das Dasein ausmachende Eigenschaften. Mit Vasudeva, bevor dieser sich für immer verabschiedet und zum Sterben in den Wald geht, am Fluss sitzend hört er auf die tausendfachen Stimmen des Wassers, die ineinander und alle einem gemeinsamen Ziel entgegen zu fließen scheinen, und beide erkennen die Einheit allen Lebens und vernehmen als einziges Wort: „Om“, die Vollendung. Nun den Fährdienst allein versehend, steigt kurz darauf Govinda in sein Boot, um sich übersetzen zu lassen; dieser hatte von einem alten weisen Fährmann reden hören und wollte ihn kennen lernen. Siddhartha erkennend schweigen die alten Männer lange, dann bittet Govinda den Freund, ihm all seine Erkenntnisse, die er in den langen Jahren erfahren habe, mitzuteilen. Siddhartha nennt ihm als Wichtigstes: Weisheit ist nicht vermittelbar, Zeit ist nicht wirklich, und alles in der Welt trägt bereits das Gegenteil in sich – die Sünde die Gnade, der junge Mann den Greis, der Säugling den Tod. Von allem die Hauptsache aber ist die Liebe. Govinda erkennt in seinem Freund all das, als was der ins Nirwana gegangene Buddha ihm erschien. In seinem Strahlen und Lächeln meint er einen Vollendeten vor sich zu haben.





     
bereichernd, belehrend, spannend, melancholisch
Wer Hermann Hesse mag, sollte auch vor diesem Werk nicht Halt machen. Eine wunderbar sanfte Geschichte über einen Mann, der seinen eigenen Weg geht und durch das Erleben verschiedener Stationen zu der Erfüllung seines Lebens kommt.

     
nachhaltig, bereichernd, unterhaltend
obwohl mir Hesse nicht zusagt, habe ich dieses Buch verschlungen.

     
im Fieber gelesen und verschlungen, und ich bin kein Hesse-Fan

     
umwerfend schön!

     

     
originell, nachhaltig, bereichernd, eröffnend, erhebend




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