Zitate - Thema - Tugend - (9)



»Aber wer het kein tugent nit,
Kein zucht, scham, er, noch gůte sit,
Den halt ich alles adels lär,
Ob joch ein fürst sin vater wer.«
(76. Kapitel, Vom grossem ruemen)

»Alles, was / Ich sonst besitze, hat Natur und Glück / Mir zugeteilt. Dies Eigentum allein / Dank' ich der Tugend.«
(Nathan / I/1)

»Die großen Tugenden machen einen Menschen bewundernswert, die kleinen Fehler machen ihn liebenswert.«
Stichworte: Tugend, Fehler


»Die Tugend eines Menschens sollte nicht an seinen besonderen Leistungen gemessen werden, sondern an seinem alltäglichen Handeln.«
Stichworte: Tugend


»Jede Tugend beruht auf dem Maße.«
(Omnis in modo est virtus.)
(66. Brief)

»Man bedarf größerer Tugenden, um das Glück zu ertragen, als das Unglück.«
(Il faut de plus grandes vertus pour soutenir la bonne fortune que la mauvaise.)
(Aphorismus 25)

»Man spricht selten von der Tugend, die man hat; aber desto öftrer von der, die uns fehlt.«
(Franciska / II/1)

»Tugend ist der einzige Adel.«
(Nobility ist the one only virtue.)
(Sein Wahhlspruch)
Stichworte: Tugend, Adel


»Was wir für Tugenden halten, ist oft bloß einen bunte Reihe von Handlungen und Interessen, welche das Schicksal oder eigenes Geschick zu einem Ganzen verbunden hat; und nicht immer sind die Männer aus Tapferkeit tapfer und die Frauen aus Keuschheit keusch.«
(Ce que nous prenons pour des vertus n’est souvent qu’un assemblage de diverses actions et de divers intérêts que la fortune ou notre industrie savent arranger, et ce n’est pas toujours par valeur que les hommes sont vaillants et que les femmes sont chastes.)
(Aphorismus 1)