»Der klare Himmel hatte nichts von einem Septemberhimmel: vom Dämmerlicht überflutet, bald zimtfarben, bald zartrosa, an manchen Stellen kräftig rot und an anderen kräftig leuchtend, oder auch mit einigen versprengten Wolken befrachtet, die irgendwo über einem Dach standen.«


»Ich begann zu träumen, um die Realität zum Schweigen zu bringen.«
Stichworte: Träumen


»Ich dachte an den Tod. Die Vorstellung eines durchsichtigen Körpers, der nicht atmete und sich nicht bewegte, faszinierte mich. Mir war nicht klar, was das bedeutete. Ich hatte keine Angst. Manchmal betrachtete ich die verschlungenen Pulsadern an meinen Handgelenken und verspürte große Lust, diese Bänder zu durchtrennen. Denn der Tod war vielleicht die einfachste, aber auch schändlichste Lösung, um dem Leben, seiner Gleichgültigkeit, seiner Last, seiner Angst zu entfliehen.«


»Mein Gesicht ist kantig, meine Miene finster. Ich habe keine Ausdruckskraft, kein Lächeln, nicht die geringte Ausstrahlung, kein Feuer. Ich hasse meinen vorpubertären Körper. Ich fühle mich schmutzig und unnütz. Ich beneide sie um ihre strahlenden Gesichter, ihre luftig schimmernden Haare, ihre nach Babypuder riechende Haut. Als ob ihnen Anmut und Grazie angeboren wären. Und mir nicht. Ich betrachte ihre sinnlichen Körper und träume davon, meinen eigenen zu verstümmeln.«


»Wer zu sehr liebt, bis zum Hass liebt, verliert seine Würde, gibt seine Freiheit auf, tut sich zwangsläufig weh.«


Eingrenzungen






Zitate aus Werken von Anne-Sophie Brasme


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