Übersicht


Filmtyp : Spielfilm
Originalsprache : Englisch
Produktionsland : USA
Thema : Apachen, US-Army, Entführung
Ort : Mexiko
Zeit : Amerikanischer Bürgerkrieg

Kurzbeschreibung


»Sierra Charriba« ist ein Western von Sam Peckinpah. 1965 ist der Film zuerst erschienen. In den Hauptrollen spielen u.a. L. Q. Jones, R. G. Armstrong und Michael Pate.

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Besetzung


Regie : Sam Peckinpah
Produktion : Jerry Bresler
Drehbuch : Sam Peckinpah, Oscar Saul, Harry Julian Fink
Kamera : Sam Leavitt
Schnitt : William A. Lyon, Howard Kunin, Don Starling
Filmmusik : Daniele Amfitheatrof
Darsteller :
Charlton Heston Major Dundee
Richard Harris Captain Tyreen
James Coburn Sam Potts
Jim Hutton Lt. Graham
Senta Berger Teresa Santiago
Michael Anderson Jr. Tim Ryan
Mario Adorf Sergeant Gomez
Ben Johnson Sergeant Chillum
Brock Peters Aesop
Warren Oates O. W. Hadley
Michael Pate Sierra Charriba
R. G. Armstrong Reverend Dahlstrom
L. Q. Jones Arthur Hadley
Slim Pickens Wiley



Bis der Apache gefangen oder tot ist!
Unions-Major Amos Dundee, ein strafversetzter da in Ungnade gefallener Emporkömmling, stellt eine Strafexpedition gegen den Apachen-Häuptling Sierra Charriba zusammen, der sich auf dem Kriegspfad befindet, eine Ranch überfallen und die Kinder der Betreiber entführt hat. Eine vorausgeschickte Armee-Patrouille ist dem marodierenden Indianer und seinen Männern bereits zum Opfer gefallen. Doch Dundee hat noch mehr Probleme. Er befehligt nämlich ein Gefangenenlager und einige der inhaftierten Südstaatler sind ausgebüchst. Darunter sein Freund aus Kindheitstagen Captain Ben Tyreen, der mit ihm noch eine Rechnung offen hat. Nachdem die Flüchtigen gefasst sind, stellt Dundee aus Mangel an Personal eigenmächtig ein Kommando aus sechs Buffalo Soldiers, wenigen Unions-Soldaten, einer Gruppe Freiwilligen, bestehend aus Pferdedieben, Säufern und einem Priester, sowie in der Mehrzahl gefangenen Konföderierten zusammen, um mit ihnen den Apachen zu jagen. Dabei überquert er widerrechtlich die Grenze nach Mexiko und gerät nach einigen Schaarmützeln auch mit der französischen Besatzungsarmee aneinander. Was als kurzer Feldzug geplant war, entwickelt sich zunehmend in eine katastrophale Odyssee in ein fremdes Land mit einer stetig wachsenden Anzahl von Feinden, auch in den eigenen Reihen.





Quasi-Meisterwerk
MAJOR DUNDEE ist einer der Filme, an dem die öffentliche Meinung kaum ein gutes Haar gelassen hat. Doch wie das so ist, man sollte sich selbst ein Bild machen. Ich habe den Film das erste Mal im zarten Alter von vierzehn sehen dürfen, in der verstümmelten Fassung versteht sich. Nicht das ich vorher nicht bereits andere Western gesehen hatte, doch meine Sehgewohnheiten zu dieser Zeit, drehten sich doch eher um DDR-Indianer-Filme mit Goiko Mitic oder Winnetou-Filme mit Pierre Brice. Welch radikaler Bruch. Nicht nur, das die edlen Indianer hier alles andere als edel waren, einen solch überlebensgroßen Charakter, wie den von Charlton Heston brillant verkörperten Amos Dundee, hatte ich noch nicht gesehen. Und wenn dann die Beziehung zum charmant sympathischen Südstaaten-Dandy Tyreen, vielschichtig dargestellt von Richard Harris, an Fahrt aufnimmt, weiß man gar nicht mehr, zu wem man halten soll. Hier wird alles was man über Freundschaft wissen kann, thematisiert, im guten wie im schlechten. Freilich ein Dauerthema bei Peckinpah. Abgesehen davon vereinte der Film viele faszinierende Elemente des Western mit seinen wilden Apachen, dem Nord-Süd-Konflikt, den Mexikanern, ein bisschen Revolution, der US-Kavallerie, furchtlosen Scouts und natürlich den mir aus "Winnetou" bekannten Mario Adorf. Überhaupt schien Peckinpah ein Faible für deutsche Akteure zu haben, schließlich taucht Senta Berger, nicht nur einmal in seinem Oeuvre auf. Von allen seinen Werken, die ich eines wie das andere schätze, ist mir "Major Dundee" bis zum heutigen Tage das liebste. Denn gerade das Unperfekte, dieses zu jeder Zeit spürbare Hätte-sein-können macht diesen Film so reizvoll und mir lieber als so manches glatte allzu perfekte "richtige Meisterwerk".




Kurzkritiken


     
Ein seinerzeit von den Produzenten verstümmeltes Meisterwerk, ein als "Lawrence von Arabien" des Western konzipierter Monumentalfilm, der nun in seiner verlängerten, aber noch immer nicht vollständigen Fassung, die angestrebte Größe zumindest erahnen lässt.




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