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Originalsprache : Deutsch
Umfang : ca. 421 Seiten
Thema : Seereise, Odyssee, Abenteuer
Verlag : Fischer Taschenbuch

Kurzbeschreibung


»Global fish« ist ein Roman von Rainald Grebe. 2006 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.

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Trotz Mühe nicht geschafft
Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, weil mir diesen Fisch ein Freund geschenkt hat. Drei Kapitel hab ich durchgehalten, aber der seitenumblätternde Arm wurde immer schwerer bis er sich schließlich gänzlich weigerte, die vierte Welle auch noch zu nehmen.
Ich habe nichts gegen Popliteratur oder popige Literatur, das hier jedoch überstieg mein humoriges Fassungsvermögen. Ich konnte einfach nicht lachen, noch fühlte ich mich unterhalten. Um etwas ernstes scheint es auch nicht gegangen zu sein. Und so war ich die meiste Zeit ziemlich hilflos. Alle sechs Seiten kam eine sprachlich interessante Wortgruppe, das ist mir immerhin aufgefallen, doch von den restlichen Sätzen fühlte ich mich wie von heftig salzigem und langweilig warmem Wasser umspült. Hin und wieder bin ich aufgewacht, äh aufgetaucht, und noch immer war kein Land in Sicht, welcher Gestalt auch immer das hätte sein können (Ende des Buches, irgendein Inhalt).
Erlöst aus dieser Qual hat mich einer meiner liebsten Menschen, welcher sagte: "Na, dann hör doch einfach auf und lies was anderes!" Auf die Idee wär ich selbst nicht gekommen, da in der Vergangenheit schon einiges notwendig war, um mich zum Abbruch zu bewegen, aber es war die Rettung.
Ich hab dann schnell etwas Dürrenmatt gelesen, was mich wieder gesunden ließ.

Flexibilität - Was ist das?
Ganz klar, das Buch hat eine Lehre: "Lass die Kerne in den Oliven."
Was ist Wahrheit, was Fiktion? Unwichtig.
Selten charmante Stellen maßen mit ihrer kafkaesken Art auf eine subkutane Weise an. Diese bemüht mit Alltagssatire in Einklang zu bringen, schafft es Grebe unnötige Schwere auszusparen und dennoch Tiefsinn nicht vermissen zu lassen. Die deutsche Mittelschicht im Kontext ihrer selbst negierten Lebensweise, ein Abstraktum, das zum Schluss zerbricht. Auch Euphorion war ein Experiment, dessen Komponenten instabiler gar nicht hätten sein können und genau deshalb war es eines der interessantesten.
Unverkrampft und komfortabel schmiegen sich die Geschehnisse des Protagonisten humorig seinem Leser an, als ob dieser gerade eine bequeme Hose anzieht.
Fazit: Für Experimentierfreudige.



Kurzkritiken


     
ermüdend


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Global fish
Global fish
(Rainald Grebe)
Fischer Taschenbuch, 2006, 428 S., 9783596169160
18,00 €

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Linktipp: »Roman« als Literaturgattung haben auch




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