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Epoche : Barock
Tätigkeit : Autor, Theologe
Besondere Liste : Meyers Kleines Lexikon - Literatur

Kurzbeschreibung


Paul Gerhardt ist ein Autor und Theologe. Er wurde 1607 in Gräfenhainichen geboren. Ein bekanntes Werk ist »Geistliche Andachten Bestehend in hundert und zwantzig Liedern«.

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- zweites von vier Kindern
- Gastwirtsfamilie
- bekam den Vornamen seines Großvaters
- 12.Mai 1605 sein Vater Christian Gerhardt heiratet Dorothea Starcke, Tochter von Caspar Starcke in der Nikolaikirche in Eilenburg
- 1605 wurde sein Bruder Christian geboren
- 1612 wurde seine Schwester Anna geboren
- 1619 wurde seine zweite Schwester Agnes geboren
- Vater bewirtete eigenes Gartenland, war im Rat der Stadt tätig und einer der drei Bürgermeister
- Paul besuchte die Stadtschule, beschäftigte sich mit der lateinischen Sprache und Chorgesang
- Familie litt unter Folgen des Dreißigjährigen Krieges, Hunger, Seuchen und Übergriffe
- 1619 Tod des Vaters
- 1621 Tod der Mutter
- 1622 Fürstenschule St. Augustin in Grimma
- strenger Tagesplan und Unterricht in Religion und alten Sprachen
- Leonhard Hutters unterrichtete und formte Pauls Wissen
- Rhetorik, Dialektik, Poetik und Musik wurden gelehrt
- war ein sehr gehorsamer, fleißiger Schüler
- 1627 erfolgreicher Abschluss an der Fürstenschule
- 2. Januar 1628 Immatrikulation an der Universität Wittenberg im Fach Theologie
- wurde an der philosophischen Fakultät aufgenommen
- besuchte Vorlesungen von August Buchner zur Dichtkunst
- der Wittenberger Dichterkreis, die Fruchtbringende Gesellschaft und der Kreis um Martin Opitz inspirierten ihn
- Paul Röber hatte ebenfalls Einfluss auf ihn, barocke Poesie und Rhetorik spiegelten sich in Pauls Schaffen wieder
- nahm aus Geldsorgen heraus eine Hausmeisterstelle bei August Fleischhauer, dem Archidiakon der Stadtkirche 1636/7 Pest greift um sich
- 11. April 1637 Pauls Heimatstadt wird von schwedischen Soldaten niedergerissen
- 7. November 1637 Tod seines Bruders Christian
- 1642 erstes Gelegenheitsgedicht anlässlich einer Feier
- um 1643 Gerhardt geht nach Berlin
- Stadt war durch den Krieg, Pest, Pocken und Bakterienruhr in Mitleidenschaft gezogen
- Anstellung als Hauslehrer bei Kammergerichtsrat Andreas Berthold und seiner Frau Elisabeth
- 1643 eine Bertholds Töchter heiratet, er schreibt eine Ode an sie
- verfasste Liedtexte
- 1657-1667 Pfarrer an der Berliner Nikolaikirche
- lange, freundschaftliche Zusammenarbeit mit Johann Crüger, Kantor seit 1622
- 1647 18 Lieder Gerhardts erscheinen auf der Neuauflage von Crügers Gesangbuch(„Praxis Pietatis Melica – Das ist Übung der Gottseligkeit in christlichen und trostreichen Gesängen“)
- Freundschaft mit Petrus Vehr, dem Probst der Kirche
- 1651 Tod des Mittenwalder Pfarrers
- 28.09.1651 sein guter Ruf verschuf ihm zwei Probetage und eine Probepredigt
- 18.11.1651 Gerhardt wird in der Berliner Nikolaikirche zum geistlichen Amt geordnet
- 30 November, Einführung in's Amt
- zu seinen Aufgaben zählten das Predigen, Taufen, das Abendmahl zu reichen, Trauungen zu vollziehen, Beichten abzunehmen und Begräbnisse durchzuführen
- hatte das Probstamt und ihm unterstanden 11 Pfarrstellen in Königs Wusterhausen, Teupitz, Gräbendorf und Gussow
- ging der Liedkunst nach
- 1653 fünfte Auflage Crügers Gesangbuches, mit 64 Beiträgen Gerhardts
- Beziehung zu der Berliner Gemeinde erhielt er aufrecht
- 11.02.1655 Heirat mit Anna Maria, der Tochter von Andreas Berthold
- Trauung fand in Berlin in Bertholds Haus durch Petrus Vehr statt
- 19.05.1956 Tochter Maria Elisabeth erblickt das Licht der Welt
- 28.01.1657 Tod von Maria Elisabeth
- vier weitere Kinder wurden geboren, drei (Anna Catharina, Andreas Christian und Andreas) starben, nur Paul Friedrich überlebte seine Eltern
- Mai 1657 zum zweiten Diakon an der Berliner Nikolaikirche gewählt
- stimmte am 4. Juni der Wahl zu und übernahm am 22. Juli die erste Amtshandlung
- Kurfürst Johann Sigismund trat vom lutheranischen zum reformierten calvinistischen Bekenntnis über
- Auseinandersetzungen mit den Lutheranern
- 1622 Kurfürst verbietet das Studieren an der Universität in Wittenberg
- 1664 Kurfürst verordnet Toleranzedikt, mit für die Lutheraner inakzeptablen Verordnungen
- alle die sich weigerten zu unterschreiben, wurden entlassen
- 31. Januar 1666 Gerhardt weigert sich zu unterschreiben
- 13. Februar 1666 Entlassung
- 1667 durch den Einsatz Berliner Bürger und Gewerke, sowie der märkischen Landstände wurde er wieder eingesetzt, lehnte jedoch aus Glaubensgründen 4.Februar 1667 endgültige Entlassung seitens des Kurfürsten
- 1667 Veröffentlichung der "Geistlichen Andachten", Herausgeber Johann Georg Ebeling( Nachfolger von Johann Crügers)
- um 1667 Tod seiner Frau Anna Maria
- 5.09.1668 Tod des Pfarrers von Lübben
- 1668 Archidiakon der Nikolaikirche
- Verzögerung durch Erkrankung des Sohnes
- 1669 Umzug nach Lübben, feierliche Einführung in sein Amt am 16. Juni
- 27. Mai, Tod in seiner Pfarrwohnung
- Beerdigung im Chorraum in der Nähe des Altars


- Paul-Gerhardt-Kirche in Lübben erhielt Gedenkgemälde eines unbekannten Malers (entstanden um 1700), mit der Aufschrift:

Wie lebend siehst Du hier Paul Gerhardts teures Bild,
Der ganz vom Glaube, Lieb und Hoffnung war erfüllt.
In Tönen voller Kraft, gleich Asaphs Harfenklängen
Erhob er Christi Lob Mit himmlischen Gesängen.
Sing seine Lieder oft, o Christ, in heil’ger Lust,
so dringet Gottes Geist durch sie in deine Brust.


  



1667 Geistliche Andachten Bestehend in hundert und zwantzig Liedern Liedsammlung



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