Film


Die Bartholomäusnacht

Die Bartholomäusnacht

(La Reine Margot)

Patrice Chéreau

 



Übersicht


Filmtyp : Spielfilm
Originalsprache : Französisch
Produktionsland : Frankreich, Italien
Länge (Minuten) : 2 Stunden 38 Minuten

Kurzbeschreibung


»Die Bartholomäusnacht« ist ein Historienfilm und Filmdrama von Patrice Chéreau. 1994 ist der Film zuerst erschienen. In den Hauptrollen spielen u.a. Dörte Lyssewski, Laure Marsac und Emmanuel Salinger.

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Besetzung


Regie : Patrice Chéreau
Produktion : Claude Berri
Drehbuch : Patrice Chéreau, Danièle Thompson
Kamera : Philippe Rousselot
Schnitt : François Gédigier, Hélène Viard
Filmmusik : Goran Bregović
Darsteller :
Isabelle Adjani Margot
Daniel Auteuil Heinrich von Navarra
Jean-Hugues Anglade König Karl IX.
Vincent Perez La Môle
Virna Lisi Katharina von Medici
Dominique Blanc Henriette von Nevers
Pascal Greggory Herzog von Anjou
Claudio Amendola Coconnas
Miguel Bosé Herzog von Guise
Asia Argento Charlotte von Sauve
Thomas Kretschmann Nançay
Jean-Claude Brialy Coligny
Johan Leysen Maurevel
Dörte Lyssewski Marie Touchet
Laure Marsac Antoinette
Emmanuel Salinger Guillaume du Bartas
Barbet Schroeder Berater
Otto Tausig Mendès
Bruno Todeschini Armagnac
Ulrich Wildgruber Buchhändler und Giftmischer
Valeria Bruni Tedeschi Escardon Volant
Grégoire Colin Jeune Egorge
Jean Douchet Eveque
Julie-Anne Roth Küchenmädchen


Informationen


Auszeichnungen

Mit dem César als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet: Jean-Hugues Anglade

Die Bartholomäusnacht wurde 1994 bei den Filmfestspielen in Cannes, wo der Film seine Premiere feierte, mit dem Preis der Jury und dem Preis für die Beste Darstellerin ausgezeichnet, unterlag jedoch im Wettbewerb um die Goldene Palme Quentin Tarantinos Pulp Fiction. Entgegen allen Erwartungen von Kritikern ging die Trophäe für die Beste Darstellerin nicht an Isabelle Adjani, sondern an Virna Lisi, die für ihre Rolle der tyrannischen Katharina von Medici honoriert wurde. Lisi erhielt 1995 zudem den Nastro d’Argento als Beste Nebendarstellerin.

Bei der Verleihung des französischen Filmpreises César im Jahr 1995 galt Patrice Chéreaus Kostümdrama mit zwölf Nominierungen als Favorit und konkurrierte unter anderem mit Krzysztof Kieślowskis Drama Drei Farben: Rot und Luc Bessons Thriller Léon – Der Profi. Der Film wurde mit fünf gewonnenen Césars erfolgreichster Film des Abends, unterlag jedoch in den wichtigen Kategorien Bester Film und Beste Regie André Téchinés Drama Wilde Herzen. Auch in den Kategorien Beste Nebendarstellerin (Dominique Blanc), Bestes adaptiertes Drehbuch, Bestes Szenenbild (Richard Peduzzi, Olivier Radot), Beste Filmmusik und Bester Schnitt konnte sich Chéreaus Film nicht gegen die Konkurrenz behaupten. Unter den Honorierten waren jedoch Philippe Rousselot (Beste Kamera), Moidele Bickel (Beste Kostüme) sowie die Schauspieler Jean-Hugues Anglade (Bester Nebendarsteller), Virna Lisi (Beste Nebendarstellerin) und Isabelle Adjani, die mit dem Gewinn ihres vierten Césars als Beste Hauptdarstellerin eine Rekordmarke setzte. Keine andere Schauspielerin wurde häufiger als sie in dieser Kategorie ausgezeichnet.

Ferner war der Film bei der Verleihung der Golden Globe Awards 1995 als Bester fremdsprachiger Film nominiert, unterlag jedoch dem belgischen Filmbeitrag Farinelli von Gérard Corbiau. Bei der Oscar-Verleihung wenige Wochen später waren die Kostüme von Moidele Bickel für einen Academy Award nominiert. Ein Jahr später gab es eine weitere Nominierung bei den British Academy Film Awards in der Kategorie Bester nicht-englischsprachiger Film. Dort musste sich Die Bartholomäusnacht dem italienischen Beitrag Der Postmann von Michael Radford geschlagen geben. Des Weiteren wählte das National Board of Review den Film unter die fünf besten fremdsprachigen Filme des Jahres 1994. Moidele Bickel und Virna Lisi waren auch für den David di Donatello in den Kategorien Beste Kostüme bzw. Beste Nebendarstellerin nominiert.


Linktipp: »Frankreich« als Produktionsland haben auch