Übersicht


Filmtyp : Spielfilm
Originalsprache : Französisch
Produktionsland : Frankreich
Länge (Minuten) : 1 Stunde 49 Minuten

Kurzbeschreibung


»Der Vorname« ist eine Filmkomödie von Alexandre de La Patellière und Mathieu Delaporte. 2012 ist der Film zuerst erschienen. In den Hauptrollen spielen u.a. Patrick Bruel, Valérie Benguigui und Charles Berling.


Regie : Alexandre de La Patellière, Mathieu Delaporte
Drehbuch : Matthieu Delaporte
Kamera : David Ungaro
Schnitt : Célia Lafitedupont
Filmmusik : Jérôme Rebotier
Darsteller :
Patrick Bruel Vincent
Valérie Benguigui Élisabeth
Charles Berling Pierre
Judith El Zein Anna
Guillaume De Tonquédec Claude
Françoise Fabian Françoise



Das Abendessen
Babou (Valérie Benguigui), eine Lehrerin und ihr Mann Pierre (Charles Berling), ein Literatur-Professor, laden zum Abendessen. Als erster trifft Konzert-Posaunist Claude ein, Babous bester Freund. Danach ihr Bruder Vincent (Patrick Bruel), ein erfolgreicher Makler. Zuletzt und leicht verspätet Anna (Judith El Zein), Vincents schwangere Frau. Ein traditionelles marokkanisches Festmahl soll heute verspeist werden. Babou hat den Tag in der Küche verbracht, immer ihre Mutter Françoise (Françoise Fabian) per Telefon am Ohr. Die Kinder sind bereits im Bett, die Unterhaltung kann beginnen. Vincent überrascht die Anwesenden mit einer taufrischen Nachricht. Das Geschlecht seines ungeborenen Kindes konnte heute festgestellt werden und einen Namen hat das Paar auch schon ausgewählt. Er lässt die versammelten Freunde und Bekannten über den Namen für den Jungen raten. Als die anderen nicht darauf kommen, verrät er ihn und löst damit eine Debatte aus, die alle Freund- und Verwandschafts-Verhältnisse auf eine harte Probe stellen wird und zum Prüfstein für alle Beteiligten werden lässt. Der Name lautet nämlich ...





Adolph
Der Film beginnt mit der Mofa-Fahrt eines Pizza-Boten durch Paris an einem lauen Sommmerabend, die (für ihn) an der falschen Adresse endet. Die Tür an die er klopft ist jedoch für uns Zuschauer die richtige. Denn was sich hier in den nächsten anderthalb Stunden abspielt ist an von spritzigem Humor durchzogenen, intelligentem Wortwitz nicht zu überbieten. Mit seinen wie Gewehrsalven hin und her geschossenen Dialogen erinnert der Film sehr an den ähnlich gelagerten GOTT DES GEMETZELS von Roman Polanski aus dem Vorjahr, lässt diesen ob seiner durchdachten Struktur und nachvollziehbareren Konzeption aber weit hinter sich, ist insgesamt schlüssiger, fesselnder und auch lustiger. Beide Filme basieren übrigens auf Theaterstücken, was das überschaubare Figuren-Arsenal und die räumliche Eingrenzung erklärt. Davon abgesehen bewegt sich DER VORNAME aber, den Unterhaltungswert betreffend, in einer anderen Liga. Wähnt man sich anfänglich, während besagter Fahrt auch durch einen Off-Kommentar noch in einem Amelie-Ähnlichen Kosmos, der Jean-Pierre Jeunet zur Ehre gereicht hätte, wechselt der Film mit dem Eintritt in die Akademiker-Wohnung zunächst die Tonart, ohne dabei aber seinen humorvollen Ton zu verlieren, der hin und wieder in ernsthaften Wortgefechten mündet in denen bittere Wahrheiten zur Sprache kommen.

Das Ensemble spielt sich dabei umgehend in die Herzen des Publikums, kennt doch jeder mindestens einen von ihnen auch im richtigen Leben, erkennt sich womöglich selbst wieder. Keiner der Beteiligten wird hier bloßgestellt oder verkommt gar zur Karikatur. Zu keiner Zeit wird einem die Bühnen-Herkunft bewusst, zu flüssig ohne jeden Durchhänger bleibt der Dialog-Marathon originell und interessant. Beworben in der Nachfolge von ZIEMLICH BESTE FREUNDE hinkt der Vergleich zu diesem Film sehr, bedient er schließlich sowohl ein völlig anderes Thema, wie auch ein anderes Publikum. Wenn schon ein Vergleich her muss, dann geht das am ehesten mit AFFÄREN À LA CARTE aus dem Jahr 2009, ebenfalls mit Patrick Bruel.





     
Brillianter Schlagabtausch als Fünf-Personen-Stück nach einer erfolgreichen Theater-Inszenierung mit erstklassigem Ensemble.