Übersicht


Epoche : Romantik
Originalsprache : Deutsch
Genre : Humor, Komödie
Umfang : ca. 177 Seiten
 
 
Verlag : Aufbau-Verlag, Kindermann Verlag Berlin, S. Fischer Verlag
Produktreihe : Bibliothek Deutscher Klassiker (BDK)
 


Kurzbeschreibung


»Der gestiefelte Kater« ist ein Theaterstück von Ludwig Tieck. 1797 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.

Figuren


Der Souffleur
ein Schuhmacher
Ein Bauer
Musiker
Zwei Liebende
Zwei Husaren
Ein Soldat
Der Dichter
Ein Besänftiger
Gesetz, ein Popanz
Kunz, Michel, Bauern
Hinze, ein Kater
Lorenz, Barthel, Gottlieb, Brüder und Bauern
Der König
Die Prinzessin, seine Tochter
Prinz Nathanael von Malsinki
Leander, Hofgelehrter
Hanswurst, Hofnarr
ein Historiograph
Fischer
Müller
Bötticher
Leutner
Wiesener
Dessen Nachbarn
Elefanten
Löwen
Bären
Ein Amtmann
Adler u.a Vögel
ein Kaninchen
Rebhühner
Jupiter
Terkaleon etc.



Theater im Theater
Nach dem Tod des Vaters teilen sich die beiden älteren Söhne das Erbe und geben dem jüngeren lediglich den Kater. Das Tier zeigt sich allerdings nicht nur als sprechendes, sondern auch als überaus gewieftes Wesen, verschafft es doch seinem Herren, nachdem ihm dieser mit Stiefeln versorgt hat, durch einige List die Königstochter zur Braut.
Das Besondere an Tiecks Bearbeitung ist die Ausweitung des Spielgeschehens auf das Publikum, welches sich im Prolog und Epilog sowie häufig innerhalb des Stückes zu Wort meldet und über Sinn und Unsinn des Dargebotenen debattiert. Auch das Geschehen auf der Bühne geht mit Zwischenspielen und Disputen weit über das des Märchens hinaus und lässt die Vermittlung des Stoffes zweitrangig erscheinen.





Die Szene ist im Parterre, die Lichter sind schon angezündet, die Musiker sind im Orchester versammelt. – Das Schauspiel ist voll, man schwatzt durcheinander, mehr Zuschauer kommen, einige drängen, andre beklagen sich. Die Musiker stimmen.
Fischer, Müller, Schlosser, Bötticher im Parterre, ebenso auf der andern Seite Wiesener und dessen Nachbar.

FISCHER. Aber ich bin doch in der Tat neugierig. – Lieber Herr Müller, was sagen Sie zu dem heutigen Stücke?
MÜLLER.


1 Treffer

»Prinzessin: Es ist einfältig, dass einem das Dichten so schwer gemacht wird, man kann keine Zeile schreiben, ohne einen Sprachfehler zu begehen.
Leander: Das ist der Eigensinn unsrer Sprache.«





Otto Speckter (zwölf Illustrationen (von Speckter für den Text von Hoffmann von Fallersleben vorgesehen, Heinrich Brockhaus veranlasste aber Tieck zur Neuausgabe seines Märchens)) (1837)
Jacky Gleich (2003)



Der gestiefelte Kater
Der gestiefelte Kater
(Ludwig Tieck)

Kindermann Verlag Berlin, 2003, 48 S., Hln.
5,00 €

Bestellen

Tiecks Werke
Tiecks Werke
(Ludwig Tieck)

Aufbau-Verlag, 1985, 795 S., Ln.


Der gestiefelte Kater
Der gestiefelte Kater
(Ludwig Tieck)

S. Fischer Verlag, 2008, 319 S., Kt.