Buch


Demenz anders sehen

Demenz anders sehen

- Ein Impulsgeber für den Wechsel des eigenen Blickwinkels -

Judith Sueß-Marz

 

17,50 EUR
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Übersicht


Verlag : Ergotherapie ganzheitlich
Sprache : Deutsch
Erschienen : 12. 2020
Seiten : 221
Höhe : 214 mm
Breite : 135 mm
Gewicht : 380 g
ISBN : 9783000673771
Einband : Kartoniert

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Liebe Leserinnen und Leser,
mit diesem Buch möchte ich Sie einladen, sowohl dem Thema „Demenz“, als auch dem an Demenz erkrankten Menschen anders zu begegnen.
All das Schwere, all die vielen Hindernisse im Alltag mit einem an Demenz erkrankten Menschen, sollen nicht das gesamte Miteinander überschatten. Alles soll seinen Platz bekommen: das Schwere und das Leichte, das Dunkle und das Helle, das Bittere und das Schöne. Ebenso soll der Demenzkranke seinen Platz in unserem Alltag haben und auch Sie sollen dabei bedacht schauen, welchen Platz Sie im Ganzen bekommen und bewusst entscheiden, ob dieser Platz gut für Sie ist.
Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, den Blick auf das Thema „Demenz“ zu verändern und dadurch auch den an Demenz erkrankten Menschen anders zu sehen; unsere Wahrnehmung hin zum Demenzkranken und zu uns selbst, unser eigenes Verhalten zu verstehen, zu reflektieren und daraufhin anzupassen. So, dass wir uns zum einen wohl- und sicherfühlen und zum anderen klar sein können im eigenen Tun und Handeln. Dadurch entsteht für den uns anvertrauten Demenzkranken die Möglichkeit, wieder in seine Handlungskompetenz zu kommen und sein Tun kann durch unsere Klarheit wieder die verfolgten Ziele erreichen.
Achten Sie darauf und unterscheiden Sie:
Was ist die Demenz und was ist der an einer Demenz erkrankte Mensch. Im Vermengen der beiden Themen bleibt der eigene Blick nicht offen und die so dringend benötigte Klarheit kann nicht durchdringen. Dazu ist es wichtig, zu wissen, was ist die Demenz und was ist der Erkrankte. Dabei hilft es sich Wissen anzueignen über die Demenz und ebenso darüber, wie der Erkrankte sich verhält, vor allem, warum er sich so verhält und was er braucht, um anders handeln zu können.
Dieses Verständnis kann nur aufgebaut werden, wenn man sich immer wieder neu begegnet. Durch das Kennenlernen der neuen Situation wird man sicherer im Umgang miteinander. Haben Sie keine Angst wegen der Fehler, die schon gemacht wurden oder vor dem Ungewissen in der Zukunft. Legen Sie diese Angst ab, auch sie soll einen Platz bekommen, sie soll Sie nicht blockieren dürfen, denn umso mehr „Tiefe“ im gemeinsamen Begegnen ist möglich.
Die Demenz soll Sie nicht ablenken von dem Menschen, der hinter der Demenz steht. Je mehr man sich gerade in den Schwierigkeiten begegnet, desto vertrauter wird man sich. Und Vertrauen schenkt Sicherheit. Es entsteht ein tragfähiges Wir -Gefühl durch das, was man schon gemeinsam geschafft hat.
Je häufiger wir uns auf den Weg machen zum dementiell veränderten Menschen, desto vertrauter wird uns der Weg. Je genauer wir hinschauen, desto klarer sehen wir, was der Demenzerkranke braucht, denn ein Mensch, der sich nicht mehr umfassend mitteilen kann, hofft, dass man ihn sieht und ihm begegnen möchte. Er vertraut auf uns.
Hinzu kommt, dass es zu einem Begegnen auf beiden Seiten kommen kann, wenn man sieht und hört, was der demenzkranke Mensch uns noch zu zeigen und zu sagen hat. Wir können voneinander und miteinander lernen. Der Demenzkranke kann von uns die „Ruhe zu bewahren“ lernen und wir können vom dementiell veränderten Menschen lernen, mehr im Moment zu sein; im Hier und im Jetzt, denn das, was vorhin noch war, wurde schon wieder vergessen und das, was vor uns liegt, weiß im Grunde keiner.
Darin liegt die Chance für uns alle - dadurch kann die Demenz zur Chance werden. Zu verstehen, dass nichts wirklich in unserer Hand liegt und dadurch zu begreifen, dass das Jetzt genau der Moment ist, zu handeln oder auch um zu Ruhe zu kommen. Es gut sein zu lassen - und wirklich zu leben. Mit allem Schweren und Leichten, Dunklen und Hellen, Bitteren und Schönen.

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