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Person


Gottsched, Johann Christoph

Johann Christoph Gottsched

 



Übersicht


Epoche : Aufklärung
Tätigkeit : Literaturwissenschaftler, Autor
Werke erschienen auf : Deutsch
 
 
Besondere Liste : Meyers Kleines Lexikon - Literatur
 


Kurzbeschreibung


Johann Christoph Gottsched ist ein Literaturwissenschaftler und Autor. Er wurde 1700 in Kaliningrad geboren. Bekannte Werke sind u.a. »Versuch einer critischen Dichtkunst«, »Sterbender Cato« und »Grundlegung einer deutschen Sprachkunst«.

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- Dramaturg, Literaturtheoretiker
- Vater Christoph Gottsched, Pastor von Juditten
- Mutter Johanna Biermann
- Bruder Johann Heinrich Gottsched
- Neffe Johann Daniel Gottsched
- Unterricht beim Vater
- 1714 Immatrikulation an der Albertina, Universität Königsberg
- Theologie-Studium
- Interesse für Philosophie, Gottfried Wilhelm Leibnitz und Christian Wolff
- Wechsel des Studienfaches zur Philosophie
- Wolffianer bis zum Lebensende
- akademischer Grad des Magister Artium
- 1724 Flucht nach Leipzig
- Freundschaft mit Johann Burckhardt Mencke
- Hofmeister für dessen ältesten Sohn
- Lehrerlaubnis für Mitarbeit an der Acta eruditorum(wissenschaftliche Zeitschrift)
- Aufnahme in die "Deutschübende poetische Gesellschaft"
- 1727 Ernennung zum Senior und Umbenennung in die "Deutsche Gesellschaft"
- Reformbemühungen der Sprache und Literatur
- Gründung von Gesellschaften in Universitätsstädten nach seinen Maßgaben
- 1725 Beginn der Veröffentlichungen der Wochenschrift "Die vernünftigen Tadlerinnen"
- 1727-1729 Wochenschrift "Der Biedermann"
- 1727 Bekanntschaft mit Johann Neuber, Theaterprinzipal und seiner Frau Friederike Caroline Neuber
- Zusammenarbeit ud Entstehung eines nationalen deutschen Theaters
- Vorbild waren Dramen von Pierre, Thomas Corneille und Voltaire
- Freundschaft mit Johann Valentin Pietsch
- 1732 bis 1744 Herausgabe der "Beyträge zur critischen Historie der deutschen Sprache, Poesie und Beredsamkeit"
- 1735 Heirat mit Luise Adelgunde Victoria Kulmus, Beteiligung an Arbeit ihres Mannes
- unglückliche Ehe, Untreue seinerseits
- 1745 bis 1750 Fortsetzung "Neuer Büchersaal der schönen Wissenschaften und freyen Künste"
- 1751 bis 1762 "Das Neueste aus der anmuthigen Gelehrsamkeit"
- Herausgeber und Autor dieser Zeitschriften
- Befürworter der Vernunft, Ablehnung gegen Phantasie und religiöse Themen
- "Züricher Literaturstreit" mit Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger
- 1743 Angriff auf Gottsched durch Jakob Immanuel Pyra, "Erweis, dass die Gottschedianische Sekte den Geschmack verderbe"
- Gegner Gottscheds gingen als Sieger hervor
- Kritik am Stil der Barockrhetorik, alles durch Vernunft erklärbar
- Bewunderer Fontenelles, Übersetzung und Kommentation seiner Werke
- 1762 Tod der Ehefrau
- 1765 Heirat mit Ernestine Susanne Katharina Neunes, 19, in Camburg im Saale-Holzland-Kreis


1727 Die tugendhafte Charlotte Erzählung
1730 Versuch einer critischen Dichtkunst
1732 Sterbender Cato Theaterstück
1748 Grundlegung einer deutschen Sprachkunst
1960 Der strenge Ehemann Kurzgeschichte


1 Treffer

»Die Welt ist itzo viel zu klug, als daß sie sich von alten Weibern sollte furchtsam machen oder betrügen lassen. Die Künste der sogenannten Hexen, haben die Probe der gesunden Vernunft nicht auszuhalten vermocht; und derjenige Zauberer müste eine neue Art von Betrügereyen ersinnen, der sich heute zu Tage in Ansehen setzen wollte.«
Stichworte: Aberglaube




Johann Christoph Gottsched im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek



Linktipp: »Mann« als Geschlecht haben auch