Übersicht


Filmtyp : Spielfilm
Originalsprache : Suaheli
Produktionsland : Deutschland, Kenia
Länge (Minuten) : 1 Stunde 1 Minute
Thema : Slum
Ort : Kenia

Kurzbeschreibung


»Soul Boy« ist ein Film von Hawa Essuman. 2010 ist der Film zuerst erschienen.

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Besetzung


Regie : Hawa Essuman



Der Vater des 14-jährigen Abila liegt krank danieder und kann sein kleines Geschäft in Kibera, dem größten Slum Ostafrikas nicht öffnen. Man habe ihm die Seele geraubt, gibt er als Grund für seinen Zustand an. Abila nun sucht mit Hilfe seiner Freundin Shiku die gefürchtete Geisterfrau Nyawawa auf. Überrascht von dem Mut Abilas, zu ihr zu kommen, stellt sie dem Jungen die Heilung des Vaters in Aussicht, wenn er sieben Aufgaben in den nächsten 24 Stunden zu lösen vermag, ohne jemanden davon zu erzählen. Für Abila und zu einem guten Teil auch für Shiku beginnt eine abenteurliche und rasante Reise inner- und außerhalb des Slums.





Soul Boy ist eine Perle in der Filmlandschaft. Als von Europa aus gefördertes Projekt wählt es glücklicherweise den künstlerischen Weg, etwas über das Leben im Slum und über Afrika zu erzählen. Die für Spielfilme eher ungewöhnliche Länge von einer Stunde, passt ideal zur Geschichte, sie wirkt so nicht überspannt. Erzählerisch und technisch erreicht der Film zwar nicht die Tiefe und Perfektion des in manchem Vergleichbaren Slumdog Millionär, doch weiß er durch die atmosphärische Musik, einen guten Hauptdarsteller, einer allein schon aufgrund ihres Charismas noch besseren Nebendarstellerin und des überschaubaren und zugleich abwechslungsreichen Handlungsverlaufs zu fesseln und unterhalten. Die Farbigkeit und Lebendigkeit des Kontinents erstrahlt ohne Zeigefinger im Hintergrund, zugleich aber auch ohne Verniedlichung. Kurzum: ein gelungenes Werk.




Kurzkritiken


     
bemerkens- und sehenswerter Film, der Schwarzafrika von seiner bunten, fröhlichen und zugleich haaresträubenden Seite zeigt und dabei in angenehm hohen Erzähltempo zu unterhalten versteht




Linktipp: »Deutschland« als Produktionsland haben auch