Literarisches Werk


Bouvard und Pecuchet

Bouvard und Pecuchet

(Bouvard et Pécuchet)

Gustave Flaubert

 



Übersicht


Originalsprache : Französisch
Umfang : ca. 419 Seiten
 
Ort : Frankreich
 
Besondere Liste : Meyers Kleines Lexikon - Literatur, 1001 Bücher, The Guardian 1000 Novels
Verlag : Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, Diogenes Verlag, Eichborn, Insel Verlag, S. Fischer Verlag
Produktreihe : Die andere Bibliothek
 


Kurzbeschreibung


»Bouvard und Pecuchet« ist ein Roman von Gustave Flaubert. 1881 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.


Eigentlich stellt der Roman eine Persiflage auf den Umgang mit den Wissenschaften dar und bringt den gegen Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr um sich greifenden Skeptizismus gegenüber dem Wissensbegriff zum Ausdruck. Die beiden Protagonisten, die ihm seinen Namen geben, beginnen voller Enthusiasmus, sich mit allen möglichen Disziplinen zu befassen, um dann jedes Mal resignierend feststellen zu müssen, dass sie überfordert sind und in ihrem Denken nicht weiterkommen. Dabei erregen sie unangenehmes Aufsehen und ziehen sich bei ihrem dümmlichen Herumexperimentieren das Unverständnis und zum Teil den Hass vieler Leute zu, mit denen sie beim Verfolgen ihrer Ziele in Berührung kommen.
Wenn die beiden auch dilettantisch durch die Weltgeschichte reisen, über ihr Halbwissen hinaus nie in den Genuss der Krönung ihrer Unternehmungen gelangen und irgendwann desillusioniert aufgeben, der Leser fühlt sich zumindest angeregt und amüsiert, und weiss dabei am Ende selbst nicht mehr, ob sein eigenes Wissen und sein Streben nach Vollkommenheit nicht zumindest ansatzweise im Dilettantismus stecken geblieben ist.
Flaubert hat seinen Roman, der nach dem 10. Kapitel abrupt abbricht, nicht beenden können; die in seinem Nachlass gefundenen Manuskriptentwürfe lassen aber den Schluss seines Werkes erkennen. Aus „Kindlers Literaturlexikon“ ist zu entnehmen, dass das dem Buch als Anhang beigefügte „Wörterbuch der Gemeinplätze“, in dem er in ironischer Weise Begriffe aus Sicht der bürgerlichen Denkweise zusammengetragen und artikuliert hat, wohl als zweiter Teil geplant gewesen und daher im Zusammenhang mit ihm zu sehen sei.
Wenn man bedenkt, dass Flaubert dieses Spätwerk im achten Jahrzehnt des 19. Jahrhundert geschrieben hat, so kommt man aus dem Staunen nicht heraus.





Berta Huber (1922)
Eduard Wilhelm Fischer (1922)
Georg Goyert (1923)
Erich Marx (1959)
Thomas Dobberkau (1980)
Hans-Horst Henschen (2003)
Caroline Vollmann (2004)
Erich Wolfgang Skwara (2010)



Bouvard und Pecuchet
Bouvard und Pecuchet
(Gustave Flaubert)

Diogenes Verlag, 2005, 437 S., Kt.
12,00 €

Bestellen

Bouvard und Pécuchet
Bouvard und Pécuchet
(Gustave Flaubert)

S. Fischer Verlag, 2009, 431 S., Kt.
9,50 €

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Bouvard und Pecuchet
Bouvard und Pecuchet
(Gustave Flaubert)

Dieterich’sche Verlagsbuchhandlung, 1959, 447 S., Ln.


Bouvard und Pecuchet
Bouvard und Pecuchet
(Gustave Flaubert)

Insel Verlag, 1996, 430 S., Kt.
10,00 €


Bouvard und Pécuchet
Bouvard und Pécuchet
(Gustave Flaubert)

Insel Verlag, 2010, 406 S., Geb.
26,80 €


Bouvard und Pecuchet
Bouvard und Pecuchet
(Gustave Flaubert)

Eichborn, 2003, 504 S., Geb.