In seinen Erinnerungen an das Grundschulheim lässt der Icherzähler offen, aus welchem Elternhaus er kommt und was der Grund war, dass man ihn mit sechs Jahren in dieses Heim geschickt hatte. Wohl aber zählt er die Umstände auf, die für andere Mitschüler, ohne auch nur einen beim Namen zu nennen, Anlass gewesen waren, hier unterzukommen. Aus seiner Sicht waren alle gleich und sie alle erlebten die Zeit im Schulheim als eine Zeit der Gemeinschaft.
Er schildert den Tagesablauf, berichtet von auftretendem Heimweh und von der neuen Erzieherin, die ein Jahr später ins Haus kam. Er berichtet von den ersten Kontakten zu den in einem anderen Gebäudetrakt wohnenden Mädchen, von den Aufschneidereien und gegenseitigen Übertrumpfungsversuchen, von Prügeleien und von Tränen. Als man nach der Grundschulzeit auseinandergeht, ´kennen sich alle besser als jeden sonst`, und er kommt zu der lapidaren Erkenntnis, dass sie alle zu jung gewesen seien, um ihre Kontakte und Freundschaften aufrechterhalten zu können.
Eine schöne kleine, gerademal sieben Seiten umfassende Geschichte.