Schuld der Melancholie
1. Akt auf Ivanovs Gut
Ivanov harrt im Trübsinn der Abfahrt von seinem Gut zu dem der Lebedevs. Dringenden Geldforderungen seines Verwalters Borkin schenkt er genauso wenig Beachtung wie dem Wunsch seiner schwindsüchtigen Frau Anna nach früherer Geselligkeit. Auch dem Arzt, der ihn »seelenlosen Egoismus« bezichtigt, weil er sich nicht um seine Frau sorgt, hört er nur fliehenden Ohres zu. Ivanov fährt mit seinem Onkel Schabelski zu Lebedev.

2. Akt auf dem Gut von Lebedev
Zwanzigster Geburtstag von Sascha, der Tochter Lebedevs. Es wird gespielt und getrunken. Ivanov erklärt seine Melancholie (»Ich fühle, dass ich zutiefst schuldig bin, aber worin meine Schuld eigentlich besteht, begreife ich nicht.«) Sascha dagegen erklärt ihm ihre Liebe. In diesem Moment kommt Ivanovs Frau hinzu und fällt in Ohnmacht.

3. Akt zwei Wochen darauf bei Ivanov
Schabelski hält ein Gelage mit Lebedev, der Ivanov Geld zusteckt. Sascha besucht Ivanov und wiederholt ihr Liebesgeständnis. Ivanovs todkranke Frau hört dies und verliert den Glauben an seine Gutherzigkeit.

4. Akt ein Jahr später im Hause Lebedevs
Ivanovs Frau Anna ist vor einem Jahr gestorben. Es ist Hochzeitstag von Ivanov und Sascha. Diskussionen zwischen dem bereitwillig Geld geben wollenden Brautvater und der allein auf die Kraft der Liebe zählenden Tochter.
Ivanov, graue Haare an seinem Kopf entdeckend, will Sascha von der Hochzeit abbringen. Sie nimmt ihm die Schwermut. Es wird geheiratet.
Schabelski erinnert sich an Anna und sieht seinen schlechten Umgang mit ihr ein.
Ivanov wird vom Arzt beleidigt und findet sein Ende.