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Das Meininger Theater

 



Übersicht


Typ : Theaterhaus
 



- 1820 Meininger Herzoghaus beschließt den Bau eines Theaters
- 1826 Verzögerung des Baubeginns aufgrund finanzieller Engpässe
- 1829 Baubeginn
- Hauptfinanzier war Adelheid von Sachsen-Meiningen, spätere Queen Adelaide von England
- unter Herzog Bernhard II. und den Hofbauräten Carl Theodor Ottmer und Karl August Döbner entstanden
- Gebäude mit 600 Sitzen und 160 Stehplätzen
- neoklassizistischer Stil
- 1831 Eröffnung des Meininger Hoftheaters mit der Oper Fra Diavolo von Daniel-François-Esprit Auber
- 1860 eigenes Ensemble in den Sparten Oper und Schauspiel
- erster Intendant ist Karl Freiherr von Stein
- Herzog Georg II. nahm mit seinen detailgetreuen Kostümen, Bühnenbildern und Requisiten Einfluss
- 1866 Regierungsantritt Georg des II., Leiter des Theaters
- führte moderne, demokratische Methoden ein
- 1867 Shakespeare-Übersetzer Friedrich von Bodenstedt wird als Intendant engagiert
- dieser gewann Ellen Franz für das Theater
- Zusammenarbeit mit Bodenstedt scheitert
- 1869 Karl Grabowsky wird neuer Intendant und Ludwig Chronegk Oberregisseur
- 1886-1874 Theaterreform
- Herzog Georg II. und Chronegk führen gemeinsam Regie
- Zusammenarbeit mit Max Brückner, Ernst von Possart und Karl Werder
- Darsteller sind u.a. Karl August Devrient und Ludwig Dessoir
- 1870 deutsch-französischer Krieg verhindert geplantes Gastspiel in Berlin
- 1873 Heirat Georg des II. mit Ellen Franz, welche viel zum Theater beitrug
- Georg, seine Frau und Chronegk erarbeiten die Meininger Prinzipien (historisch getreu und stilvoll)
- Werktreue, äußerste Präzision, Massenszenen und ein asymmetrisches Bühnenbild gehören ebenfalls dazu
- 1874 Gastspiel in Berlin mit „Julius Cäsar“ von Shakespeare
- 16-jährige Tournee mit 81 Gastspielen in 38 Städten mit 2591 Aufführungen
- diese fanden u.a. in London, Stockholm und Amsterdam statt
- Chronegk wird Intendant
- 70-80 Personen und 15-20 Waggons voller Dekorationen und Kostüme waren unterwegs
- junge Schauspieler wurden ausgebildet
- während der Reise gab es deutsche Erstaufführungen
- 1890 Ende der Gastspiele mit „Was ihr wollt“ von Shakespeare
- Verkleinerung des Ensembles aber gleichbleibende Qualität
- Schauspieler wie etwa Gertrud Eysoldt und Hermann Thimig treten auf
- 1908 Theater brennt bis auf die Grundmauern nieder
- 1909 Einweihung des neuen neoklassizistischen Hoftheaters mit „Wallensteins Lager“ von Schiller
- Architekt Karl Behlert
- 740 Plätze und eine Rundhorizontbühne
- Intendant wird Max Grube, Qualitätssteigerung
- 1914 Tod Georg des II.
- 1918 Theater wird zum Hof- und Landestheater im Freistaat Sachsen-Meiningen
- ab 1921 Landestheater, getragen von dem Land Thüringen und der Stadt Meiningen
- Franz Ulbrich wird neuer Intendant
- 1919 Gründung der Hochschule für Schauspielkunst am Meininger Theater durch Ulbrich
- ab 1919 eines der bedeutendsten expressionistischen Theater
- Zusammenarbeit mit Autoren wie Georg Kaiser und Anton Wildgans
- 1945 nach leichter Kriegsbeschädigung mit einer Tanzshow wiedereröffnet
- 1947-1954 Fritz Diez Intendant
- 1952 Theater erhält Drehbühne
- 1952 Umbenennung in "Das Meininger Theater"
- 1956-60 Intendant Alexander Reuter
- Aufführungen der Werke von Brecht
- 1986 Gründung der neuen Sparte "Puppentheater"
- Haus wird zum Vier-Sparten-Theater (Schauspiel, Musiktheater, Ballett, Puppentheater)
- 1987-1991 Funktionsgebäude mit einer Probebühne, einem Ballettsaal und einem Restaurant entsteht
- seit 1990 als Südthüringisches Staatstheater geführt
- 1991 Umgestaltung der Probebühne zur kleineren Spielstätte namens Georgie’s Off
- nächste Intendanten Ulrich Burkhardt und Christine Mielitz
- Regisseure wie etwa Klaus Maria Brandauer, Loriot, Brigitte Fassbaender und Angelica Domröse wirken mit
- 2001 Aufführung "Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner
- 2002 Res Bosshart wird Intendant und die Besucherzahlen gehen zurück
- Vertrag mit Bosshart wird vorzeitig aufgelöst
- seit 2005 führt Ansgar Haag das Theater in den Sparten Schauspiel, Musik und Puppentheater
- die Besucherzahlen steigen wieder
- 2007 Abteilung Theaterkasse zieht in saniertes Nachbargebäude
- 2007 Faust I und II fanden großen Anklang
- 2008 Einweihung der neuen Kammerspiele, diese besitzen um die 220 Plätze
- jährlicher Meininger Bühnenball
- Abschluss der Spielzeit mit dem Sommerfest
- 2010 und 2011 Generalsanierung des Großen Hauses geplant