Film


Die Höllenhunde

Die Höllenhunde

(La spina dorsale del diavolo)

Burt Kennedy

 



Übersicht


Filmtyp : Spielfilm
Originalsprache : Englisch
Produktionsland : Italien, Spanien, Jugoslawien, USA
Länge (Minuten) : 1 Stunde 35 Minuten
 
 
 


Kurzbeschreibung


»Die Höllenhunde« ist ein Western von Burt Kennedy. 1970 ist der Film zuerst erschienen. In den Hauptrollen spielen u.a. Bekim Fehmiu, Richard Crenna und Chuck Connors.


Regisseur : Burt Kennedy
Produzent : Dino De Laurentiis
Drehbuchautor : Clair Huffaker
Kameramann : Aldo Tonti
Filmeditor : Frank Santillo
Filmkomponist : Piero Piccioni
Darsteller :
Bekim Fehmiu Cpt. Victor Caleb
Richard Crenna Major Wade Brown
Chuck Connors Reynolds
Ricardo Montalban Natachai
Ian Bannen Cpt. Crawford
John Huston Gen. Miles
Brandon De Wilde Ferguson
Slim Pickens Sgt. Tattinger
Albert Salmi Schmidt
Woody Strode Jackson
Patrick Wayne Cpt. Bill Robinson
Fausto Tozzi Orozco



The Deserter
Fort Apache: Captain Victor Kaleb (Bekim Fehmiu) kehrt tief traumatisiert nach einem Patrouillenritt zurück und muss sich sogleich vor Major Wade Brown (Richard Crenna) verantworten. Denn nachdem er seine von marodierenden Apachen beinahe zu Tode gequälte Frau von ihren Schmerzen erlösen musste, begab er sich entgegen anders lautender Befehle umgehend auf die Jagd nach den Tätern. Dabei war er gemeinsam mit seiner Einheit, geführt von den beiden Scouts Natachai (Ricardo Montalban) und Tattinger (Slim Pickens), eigentlich nur auf einen Aufklärungsritt geschickt worden, um die Position von Chief Mangus Durango, dem Anführer der Apachen, festzustellen. Brown, der Kaleb gemäß der Vorschriften zur Rechenschaft ziehen will, wird von diesem im Jähzorn niedergeschossen und verletzt, worauf Kaleb desertiert, um allein in der Wildnis auf Apachenjagd zu gehen.
Zwei Jahre später erreicht General Miles (John Huston) in Begleitung des britischen Offiziers Cpt. Crawford (Ian Bannen) das Fort. Der General will ein für allemal Schluss mit den andauernden Attacken der Apachen machen. Dafür ist ihm jedes Mittel recht. Er lässt Kaleb zurückholen um ihm ein Angebot zu unterbreiten. Kaleb soll eine Gruppe von Kämpfern zusammenstellen und nach Indianerbrauch ausbilden, die dann mit ihm über die Grenze nach Mexiko gehen, Mangus Durango finden, angreifen und vernichten sollen. Er sucht sich die verschiedensten, aus seiner Sicht geeigneten Männer (u.a. Chuck Connors, Woody Strode und Patrick Wayne) nach Fähigkeiten und Charakter aus und beginnt mit der strapaziösen Ausbildung. Bereits hier bleiben einige Männer auf der Strecke. Mit den restlichen fünfzehn Mann sowie Major Brown, begibt er sich auf den Weg zu der Bergkette in Mexiko, bei der Mangus Durango sein Lager hat. Dem Rückgrat des Teufels.





La Spina Dorsale Del Diavolo
1970, sechs Jahre nach RIO CONCHOS und fünf Jahre nach MAJOR DUNDEE, schickt dieses Mal der ambitionierte italienische Produzent Dino De Laurentiis (DIE BIBEL) wieder eine Einheit der US-Kavallerie über den Rio Grande nach Mexiko, um einen Apachen zu jagen. Unter anderen Vorzeichen versteht sich. Nach dem Siegeszug des Italo-Western, auch in den USA, versammelt De Laurentiis ein All-Star-Cast, das sich sehen lassen kann. Mit Burt Kennedy (HANNIE CAULDER) ist ein Western-Erfahrener Regisseur an Bord. Für das Drehbuch wurde Clair Huffaker verpflichtet, der schon für den ähnlich gelagerten RIO CONCHOS verantwortlich zeichnete. Die restliche Arbeit wurde einem Stab überlassen, der sich aus Leuten der Co-produzierenden Länder Italien und Jugoslawien zusammensetzt. Der gute Soundtrack stammt von Piero Piccioni. Die Ideen-Grundlage für diesen Western entstammt mit großer Sicherheit dem Robert-Aldrich-Klassiker DIRTY DOZEN, der drei Jahre zuvor alle Kassenrekorde gebrochen hatte. Ein Men-On-A-Mission-Movie also. Nur im wilden Westen. Vom Konzept her betrachtet eine sichere Nummer. Bei nur 95 Minuten Laufzeit nicht gerade breit angelegt, machen sich nach gutem Auftakt mit dem zweiten Drittel bereits einige Längen bemerkbar, die aber durch einigermaßen interessante Konflikte gepaart mit anständig inszenierten Action-Szenen überspielt werden können. Größere Spannungsmomente halten sich in erträglichen Grenzen, während zum Ende hin deutliche Zugeständnisse gemacht werden müssen. Bei einem reinen Exploitation-Western etwas zu wenig. Ein Film der Oberfläche. Der Zuschauer wird jedoch trotzdem über die gesamte Laufzeit irgendwie bei Laune gehalten. Dafür sorgen die Stars, die zwar nicht überambitioniert aber doch mehr als solide agieren. Zum Finale hin entsteht noch mal ein bisschen Spannung, die sich dann in einem der brutalsten Überfälle auf ein Indianerlager entlädt, der je über die Leinwand flimmern durfte. Härter ging es da nur in Ralph Nelson's SOLDIER BLUE zur Sache, wenn ich mich recht entsinne. Ideologisch hinterfragen sollte man das freilich nicht. Allein die Darstellung der Indianer als gesichtslose Dämonen, die nach persönlichem Gusto einfach abgeschlachtet werden dürfen, finde ich problematisch. Aber hier weiter zu gehen würde der Sache auch nicht gerecht werden, haben wir es doch hier mit einem reinen Action-Western ohne größeren Anspruch zu tun.




Kurzkritiken Die Höllenhunde (Burt Kennedy) 7/10 1 7 7


     
Alles in allem ein gut konsumierbarer Himmelfahrtskommando-Western, dem kurz vor Schluss beinahe die Puste ausgeht, der aber durch einen tollen Cast und die versierte Regie Burt Kennedy's durchaus zu unterhalten vermag.