Film


Der Mann aus Alamo

Der Mann aus Alamo

(The Man from the Alamo)

Budd Boetticher

 



Übersicht


Filmtyp : Spielfilm
Originalsprache : Englisch
Produktionsland : USA
Länge (Minuten) : 1 Stunde 19 Minuten
Thema : Alamo, Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
Figur : Jim Bowie, Davy Crockett, Sam Houston
Ort : San Antonio, Texas
Zeit : 1836

Kurzbeschreibung


»Der Mann aus Alamo« ist ein Western von Budd Boetticher. 1953 ist der Film zuerst erschienen. In den Hauptrollen spielen u.a. Glenn Ford, Julie Adams und Chill Wills.

Besetzung


Regie : Budd Boetticher
Produktion : Aaron Rosenberg
Drehbuch : Steve Fisher, D.D. Beauchamp
Kamera : Russell Metty
Schnitt : Virgil W. Vogel
Filmmusik : Frank Skinner
Darsteller :
Glenn Ford John Stroud
Julie Adams Beth Anders
Chill Wills John Gage
Hugh O'Brian Lt. Tom Lamar
Victor Jory Jess Wade
Neville Brand Dawes
John Daheim Cavish
Myra Marsh Ma Anders
Jeanne Cooper Kate Lamar
Marc Cavell Carlos
Edward G. Norris Mapes
Guy Williams Sergeant McCauley
Brett Halsey Courier
Dennis Weaver Reb
Stuart Whitman Orderly



The Man from the Alamo
San Antonio 1836: In der Missionskirche Alamo harren knapp zweihundert Männer der Dinge die da kommen mögen. Unter ihnen befinden sich so illustre Gestalten wie Jim Bowie und der legendäre Davy Crockett. Aber auch einfache Farmer wie John Stroud (Glenn Ford) glauben an die Idee der Freiheit, die sich eingepflanzt hat in den Köpfen Gleichgesinnter und stetig wächst, seit bekannt ist das der mexikanische General Santa Anna mit mehr als 4000 Mann auf dem Weg hierher ist, um zu verhindern das Texas unabhängig wird. Als das Gerücht die Runde macht das eine Vorhut der Truppen die Siedlungen der Farmer angreifen will, losen die Eingeschlossenen einen Mann aus, der Frauen und Kinder in Sicherheit bringen soll. Das Los fällt auf Stroud. Ohne es an die große Glocke zu hängen, verlässt er Alamo, und wird dabei von Lt. Lamar (Hugh O`Brian) beobachtet, der die Korrespondenz zu General Houston halten soll. Als Stroud nach Hause kommt, ist es bereits zu spät. Die Familie ist tot, nur ein Mexikaner-Junge hat überlebt. Dieser berichtet das es sich mitnichten um mexikanische Soldaten handelte, welche das Dorf überfallen haben, sondern als Mexikaner verkleidete Weiße sollen es gewesen sein. Stroud reitet in die nächste Stadt um aufzuklären, stösst aber, bereits als Deserteur gebrandmarkt auf taube Ohren. Lt. Lamar hat ihn diskreditiert und Bürgermeister John Gage (Chill Wills) glaubt ihm nur zu gern, da Alamo bereits untergegangen ist. Stroud landet im Gefängnis um am nächsten Tag gehängt zu werden. Sein Zellennachbar ist einer der Desperados. Als dessen Gang ihn befreit, schliesst Stroud sich ihnen an. Er will die Chance nutzen um seinen Namen rein zu waschen und Rache für die Ermordung seiner Familie zu nehmen.





A Class Of Its Own
Sieben Jahre vor John Wayne`s monumentalem Epos ALAMO (1960) und drei Jahre vor seinem Durchbruch mit SEVEN MEN FROM NOW (1956), dem der berühmte RanOwn-Zyklus folgen sollte, zeigt Budd Boetticher in seinem kleineren aber nicht kleinen Western THE MAN FROM THE ALAMO, wie man nach allen Regeln der Kunst einen ökonomischen und trotzdem unglaublich kraftvollen und spannenden Western dreht, der sich vor größeren Produktionen nicht zu verstecken braucht. Bei ihm sind die Männer im Alamo abgerissen, unrasiert und ausgehungert, ein Realismus, der sich beim Duke-Prestige-Projekt nicht so recht einstellen will. Zudem benötigt Boetticher in seinem Film nur fünfzehn Minuten um annähernd dieselbe Geschichte zu erzählen, bzw. die Lage zu verdeutlichen in der sich die Märtyrer befinden, während Wayne dafür in der Originalversion seines Filmes dreieinhalb Stunden braucht. Eine weitere Parallele ist die Besetzung von Chill Wills, der in beiden Filmen zu sehen ist, jedoch in unterschiedlichen Rollen. Wie in allen Boetticher-Western gibt es auch hier wieder mindestens eine einzigartige Action-Szene zu bewundern, bei der einem der Atem stockt. Hier ist es ein wahrhaft selbstmörderischer Stunt, eindeutig ausgeführt von Glenn Ford selbst, der eindrucksvoll beweißt, was für ein begnadeter Reiter er war. Außerdem zeigt er sich einmal mehr als Charakterdarsteller und besticht durch sein nuanciertes Spiel. Somit bildet der unterschätzte Film weit mehr als nur eine Ergänzung zu ALAMO und besteht (zumal mehrere Jahre vorher gedreht) als originäres Werk. Interessante Kommentare von Boetticher dazu, finden sich in Joe Hembus Western-Lexikon.




Kurzkritiken


     
Kleiner feiner Western vor historischem Hintergrund mit tollem Glenn Ford in der Hauptrolle.