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Produktinformation

Theorie des Kindergartens und der Spielpädagogik

Theorie des Kindergartens und der Spielpädagogik

Barbara M.C. Knieper, Gunnar Heinsohn

 



Übersicht


Verlag : Suhrkamp Verlag
Produktreihe : edition suhrkamp (Bd. 809)
Sprache : Deutsch
Erschienen : 06. 10. 1975
Seiten : 220
Höhe : 177 mm
Breite : 108 mm
Gewicht : 167 g
Dicke : 12 mm
ISBN : 9783518108093
Einband : Kartoniert
 
 
 


Stichworte aus dem enthaltenen Werk


Thema : Bildung, Erzieher, Frühpädagogik, Kind, Kindergarten, Psychologie, Pädagogik, Soziologie, Spiel, Strukturanalyse, Vorschulerziehung


Enthaltene Werke


Autor    Text      
Barbara M.C. Knieper, Gunnar Heinsohn    Theorie des Kindergartens und der Spielpädagogik      



Das Vorhaben der Autoren ist die Strukturanalyse des Kindergartens anhand seines geplanten oder ungeplanten Umgangs mit dem kindlichen Spiel. Sie kommen zu dem Ergebnis, daß der Kindergarten spielzerstörend wirken und damit einen wichtigen Mechanismus der psychischen Stabilisierung des Kindes so sehr beeinflussen kann, daß die geforderte Entwicklung zur »Realitätstüchtigkeit« nicht gefördert, sondern gefährdet wird. Auf welche Weise der Kindergarten gegen die ihm zugedachten gesellschaftlichen Aufgaben wirkt, wird im Rahmen der Untersuchung seiner wesentlichen Strukturen – Lohnerziehung, Kollektivierung, Abgetrenntsein von den für Erwachsene wichtigen Verrichtungen – gezeigt. Dabei wird deutlich, daß die Lohnerziehungs-Struktur den Erzieher zu einer schonenden Verausgabung seiner Arbeitskraft bestimmt, was nicht ohne Folgen für die Anregung oder Duldung kindlicher Verhaltensweisen sein kann. Die Kollektivstruktur führt unter Umständen dazu, daß die Kinder vom Erzieher als Gruppe kommandiert, individuelle Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen behindert werden und daß die Kinder auch untereinander ihre Freispiele stören. Die Abtrennung schließlich von Verrichtungen, die von Erwachsenen ernst genommen werden, wird im Kindergarten in aller Regel mit Beschäftigungsweisen bekämpft, deren Sinnlosigkeit eine zwangsweise Einübung der Kinder in sie geradezu gebietet und die so ihrerseits zur Zerstörung von Spiel und Spielfähigkeit verführen.