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Produktinformation

Der Archipel der Schlaflosigkeit

Der Archipel der Schlaflosigkeit

António Lobo Antunes

 



Übersicht


Verlag : Luchterhand Literaturverlag
Sprache : Deutsch
Erschienen : 27. 08. 2012
Seiten : 316
Höhe : 215 mm
Breite : 135 mm
ISBN : 9783630873466
Einband : Gebunden mit Schutzumschlag
 
 
 


Stichworte aus dem enthaltenen Werk


Thema : Familie, Familiensaga, Rücksichtslosigkeit, Tyrannei, Grausamkeit, Großfamilie, Gut (Landwirtschaft), Patriarch
Ort : Portugal


Enthaltene Werke


Autor    Text    Übersetzung   
António Lobo Antunes    Der Archipel der Schlaflosigkeit    Maralde Meyer-Minnemann   



Ein Landgut in Trafaria, südlich von Lissabon, auf der anderen Seite des Flusses Tejo: Hier leben, über ein halbes Jahrhundert lang, drei Generationen einer portugiesischen Familie, gefangen im Würgegriff des patriarchalischen Großvaters, vor dessen tyrannischer Herrschaft es für sie fast kein Entrinnen gibt.
Der Roman beginnt mit der Beerdigung des Großvaters, der das Gut vor Jahrzehnten gegründet und es mit äußerster Kälte, Rücksichtslosigkeit und Gewalt zu wirtschaftlicher Blüte geführt hat. Eine gefühlslose Gier, sowohl in materiellen wie in sexuellen Dingen, prägt ihn bis ins hohe Greisenalter. Er ist gewohnt, sich einfach zu nehmen, was er begehrt, er unterdrückt und betrügt seine Frau, und er verachtet seinen Sohn und seine Enkel, die er für Idioten und Schwächlinge hält. Zusammen mit seinem ebenso gefürchteten Verwalter und mit Unterstützung auch des Priesters herrscht er über das Gut und seine Bewohner mit harter Hand. Gleichwohl verfällt das Gut über die Jahre unaufhaltsam. Und erst als sein jüngster Enkel auf das Erbe verzichtet und alles daransetzt, wenigstens seinen Bruder zu retten, scheint der Teufelskreis aus Unterdrückung und Angst durchbrochen zu werden.
»Der Archipel der Schlaflosigkeit« erzählt eine Geschichte von der Allgegenwärtigkeit archaischer Gewalt. Im Mittelpunkt stehen die Themen, die das Werk dieses vielleicht größten portugiesischen Autors unserer Zeit bis heute prägen: der Aufstieg und Niedergang des Landes und seiner Menschen und die Frage, wie es dazu kommen konnte, der Schrei nach Liebe und menschlicher Wärme und die Suche nach dem Sinn unserer Existenz in einer grausamen Welt, in der selbst Gott, wie es scheint, den Menschen nicht mehr helfen kann.