Übersicht


Originalsprache : Französisch
Stichwort : Debüt
Umfang : ca. 184 Seiten
 
Thema : Freundschaft, Schule, Mord, Abhängigkeit, Hass, Pubertät, Liebe
Ort : Frankreich
 
Verlag : Goldmann Verlag
 


Kurzbeschreibung


»Dich schlafen sehen« ist ein Roman von Anne-Sophie Brasme. 2003 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.


Anspruch
Wissen
  5
2
    Liebe
Humor
  4
1
    Erotik
Spannung
  2
6
    Unterhaltung
Transzendenz
  4
1
   


Kurzkritiken 6 (8.3/10)


     
melancholisch, fesselnd, deprimierend
Charlène ist wie besessen von ihrer besten Freundin Sarah, die immer abweisender wird und sie aus Spaß zu quälen scheint. Charlène kann nicht mehr... ihr brennen die Sicherungen durch...

     
ein sehr spannender Roman über eine ungesunde Mädchenfreundschaft. Erschütternd und abgründig. Man bedenke, dass die Autorin das Buch mit sechzehn Jahren geschrieben hat

     
so toll der Anfang, wirklich packend und glaubhaft rüber gebracht und zum Schluß reine Nervensache, denn das Ende zieht sich viel zu lange hin

     
gut beobachtet oder selbst Erlebtes glaubhaft, manchmal etwas lang dargestellt

     
fesselnd
Man verschlingt den Text und wird dabei von ihm verschlungen.



5 Treffer    Zur Liste

»Mein Gesicht ist kantig, meine Miene finster. Ich habe keine Ausdruckskraft, kein Lächeln, nicht die geringte Ausstrahlung, kein Feuer. Ich hasse meinen vorpubertären Körper. Ich fühle mich schmutzig und unnütz. Ich beneide sie um ihre strahlenden Gesichter, ihre luftig schimmernden Haare, ihre nach Babypuder riechende Haut. Als ob ihnen Anmut und Grazie angeboren wären. Und mir nicht. Ich betrachte ihre sinnlichen Körper und träume davon, meinen eigenen zu verstümmeln.«


»Ich begann zu träumen, um die Realität zum Schweigen zu bringen.«
Stichworte: Träumen


»Ich dachte an den Tod. Die Vorstellung eines durchsichtigen Körpers, der nicht atmete und sich nicht bewegte, faszinierte mich. Mir war nicht klar, was das bedeutete. Ich hatte keine Angst. Manchmal betrachtete ich die verschlungenen Pulsadern an meinen Handgelenken und verspürte große Lust, diese Bänder zu durchtrennen. Denn der Tod war vielleicht die einfachste, aber auch schändlichste Lösung, um dem Leben, seiner Gleichgültigkeit, seiner Last, seiner Angst zu entfliehen.«


»Wer zu sehr liebt, bis zum Hass liebt, verliert seine Würde, gibt seine Freiheit auf, tut sich zwangsläufig weh.«


»Der klare Himmel hatte nichts von einem Septemberhimmel: vom Dämmerlicht überflutet, bald zimtfarben, bald zartrosa, an manchen Stellen kräftig rot und an anderen kräftig leuchtend, oder auch mit einigen versprengten Wolken befrachtet, die irgendwo über einem Dach standen.«





Reiner Pfleiderer (2002)



Dich schlafen sehen
Dich schlafen sehen
(Anne-Sophie Brasme)

Goldmann Verlag, 2003, 191 S., Geb.
7,90 €


Dich schlafen sehen
Dich schlafen sehen
(Anne-Sophie Brasme)

Goldmann Verlag, 2002, 191 S., Geb.