Film


Das dreckige Dutzend 2

Das dreckige Dutzend 2

- Next Mission -
(The Dirty Dozen: Next Mission)

Andrew V. McLaglen

 



Übersicht

(18 Punkte)

Filmtyp : Fernsehfilm
Originalsprache : Englisch
Produktionsland : USA
Reihe : Das dreckige Dutzend (Filmreihe) (Bd. 2)
Vorgänger : Das dreckige Dutzend
Nachfolger : Das Dreckige Dutzend III – Die tödliche Mission
Länge (Minuten) : 1 Stunde 35 Minuten
 
Thema : Nationalsozialismus, Soldaten, Spezialeinheit
Ort : Frankreich
Zeit : 2. Weltkrieg
 


Kurzbeschreibung


»Das dreckige Dutzend 2« ist ein Kriegsfilm von Andrew V. McLaglen. 1985 ist der Film zuerst erschienen. In den Hauptrollen spielen u.a. Marvin, Lee, Borgnine, Ernest und Wahl, Ken.


Regisseur : Andrew V. McLaglen
Produzent : Harry R. Sherman, Frederick Muller
Drehbuchautor : Michael Kane
Kameramann : John Stanier
Schnitter : Alan Strachan
Musiker : Richard Harvey
Darsteller : Lee Marvin als Maj. John Reisman
Ernest Borgnine als Gen. Worden
Ken Wahl als Louis Valentine
Larry Wilcox als Tommy Wells
Sonny Landham als Sam Sixkiller
Richard Jaeckel als MP Sgt. Clyde Bowren
Wolf Kahler als Gen. Sepp Dietrich
Gavan O’Herlihy als Conrad E. Perkins



The Devil's Dozen
1944 irgendwo im von Nazis besetzten Frankreich: Der amerikanische General Worden (Ernest Borgnine) erhält Informationen über einen erneuten Attentatsplan gegen Adolf Hitler. Diesmal ist dessen Vertrauter General Dietrich (Wolf Kahler) der Drahtzieher. Aus Angst, der Krieg könnte dadurch verlängert werden, beschließt das alliierte Oberkommando die Beseitigung des abtrünnigen Generals. Ein Sonderkommando von entbehrlichen, straffällig gewordenen Soldaten soll den Auftrag ausführen. Mit der Leitung der Aktion wird einmal mehr der wenig autoritätshörige Major Reisman (Lee Marvin) betraut. Reisman sucht sich im Militärgefängnis 13 geeignete Männer (Ken Wahl u.s.) aus, die kurzfristig angesetzte Ausbildung übernimmt wieder MP Sgt. Clyde Bowren (Richard Jaeckel), mit dem Reisman schon einmal auf ein Himmelfahrtskommando ging.





Die nächste Mission
17 Jahre nach dem wegweisenden Klassiker DIRTY DOZEN von Robert Aldrich, der die Sinnlosigkeit des Krieges rabiat auf den Punkt brachte, entstand diese erste von drei Fernsehfortsetzungen unter der Regie von Routinier Andrew V. McLaglen, der zumindest drei der Darsteller aus dem ersten Film nochmal vor der Kamera vereinen konnte. Dabei schlüpft Lee Marvin, in seiner vorletzten Rolle vor seinem Tod, ein weiteres Mal in die Rolle des desillusionierten Major Reisman, ist jedoch (altersbedingt) nur noch ein Schatten seiner selbst. Mit einigen schauspielerischen Taschenspielertricks zieht der alte Haudegen das Publikum trotzdem recht schnell auf seine Seite und verleiht dem Charakter einige Sympathien, die er auch nicht wieder hergibt. Dagegen muss der Rest der Besetzung natürlich Federn lassen, einzig der Auftritt von Ernest Borgnine bleibt hängen, besonders die Szenen mit Marvin. Richard Jaeckel bekommt ebenfalls ein paar Momente, die über das übliche Maß hinaus gefallen. Der Rest ist Business-as-usual, DIRTY DOZEN hatte einfach zu viele Nachahmer in den Folgejahren, sodass hier nurmehr aufgewärmt und wiedergekäut wird, was Standards und Klischees angeht. Vom Dutzend gewinnt kaum einer an Profil, auch wenn Darsteller wie Sonny Landham und Gavan O’Herlihy dazu durchaus in der Lage gewesen wären, einzig das formelhafte Drehbuch gibt ihnen keinerlei Gelegenheit dazu. Der sich damals bereits auf dem absteigenden Ast befindliche Ken Wahl muss als Totalausfall gewertet werden. Optisch gibt es ebenfalls nicht viel zu bestaunen, das Budget scheint nicht besonders hoch gewesen zu sein, die meiste Zeit sieht man die Truppe in der freien Natur irgendwelche Übungen machen oder zu Fuß ihrem Auftrag folgen. Die Action-Szenen sind einigermaßen überzeugend, reißen einen aber auch nicht vom Hocker. Unterhaltsam ist das ganze schon, man merkt das da Leute am Werk waren, die mit den Regeln des Spiels vetraut sind. Glaubwürdigkeit sollte man hier nicht suchen, Logiklöcher gibt es einige und das Verhalten sowohl der Einheit, als auch ihrer Gegner gibt hin und wieder zu denken. Im Prinzip ist es einer dieser Filme, die nur gemacht wurden um Kasse zu machen, der einzig nostalgisch gestimmten Fans des ersten Teils neunzig Minuten gedankenlose Zerstreuung bietet und von daher seine Daseinsberechtigung hat.





     
Ein Himmelfahrtskommando straffällig gewordener Soldaten soll einen Nazi-General ausschalten, der die Ermordung Hitlers plant. Verspätete wie weitgehend überflüssige Fernsehfortsetzung eines Klassikers, für Nostalgiker.