Frisch auf Kritikatur


Lokalhelden Schule der Arbeitslosen Ich warte auf dich am Ende der Straße Die Getriebenen Die schleichende Revolution Thomas der Schwindler Tut was! Die Scherben der Wahrheit Das falsche Gesicht Meine scheißkranke Familie Fünf schräge Vögel Leona - Der Zweck heiligt die Mittel


18.08. 19:30 Uhr    Weimar    Deutsches Nationaltheater    Macbeth (Christian Weise)
19.08. 18:00 Uhr    Weimar    Deutsches Nationaltheater    Macbeth (Christian Weise)
05.09. 10:00 Uhr    Halle (Saale)    Thalia Theater (Halle)    Die Mitte der Welt (Robert Neumann)
06.09. 10:00 Uhr    Halle (Saale)    Thalia Theater (Halle)    Die Mitte der Welt (Robert Neumann)
09.09. 18:00 Uhr    Weimar    Deutsches Nationaltheater    Nathan der Weise (Hasko Weber)


Ticker


Gesichter des Antisemitismus
Als habilitierter Historiker und langjähriger Direktor der bekannten ´Wiener Library‘ in London, aber auch als aus eigenen Erfahrungen Betroffener zählt Walter Laqueur sicher zu den besten Kennern des Antisemitismus.
In diesem umfangreichen Essay versucht er der Frage auf den Grund zu gehen, wo die Gründe für die seit jeher vorhandene ablehnende Haltung den Juden gegenüber zu suchen sind. Um zu einer plausiblen Antwort zu gelangen,...Weiterlesen


Der Geliebte der Mutter
Der Geliebte der Mutter
(Urs Widmer)
     
unterhaltend
Eine toll geschriebene mit etwas zu viel Fantasie angereicherte Erinnerung an die Mutter. Gewissermaßen das Pendant zu Widmers vier Jahre später erschienenen Roman „Das Buch des Vaters“, nach dessen Lektüre ich mich wegen der weitgehenden Personenidentität nochmals über die knapp 130 Seiten Text hergemacht habe.

Das Buch des Vaters
Das Buch des Vaters
(Urs Widmer)
     
unterhaltend
Eine als Roman gestaltete, beinahe zur Burleke geratene Erinnerung an den Vater. Ein Lesegenuss, der zur Nachempfindung nur empfohlen werden kann.
Man müsste sich, abgesehen von seinem noch bekannteren, vier Jahre vorher erschienenen Roman „Der Geliebte der Mutter“, in dem er die Erinnerungen an den anderen Elternteil verarbeitet, noch weitere seiner Romane, Erzählungen und Essays zu Gemüte führen, um sein umfangreiches Schaffen richtig würdigen zu können. Ein Urgestein der Schweizer Literaturszene, der seinem Vater wahrscheinlich mehr geglichen hat, als es in diesem Buch zum Ausdruck kommt.

Der glückliche Prinz
Der glückliche Prinz
(Oscar Wilde)
Ein goldenes Herz aus Blei
Hoch über der Stadt steht auf einer schlanken Säule die Statue des glücklichen Prinzen. Sie ist mit Blattgold überzogen, ihre Augen sind Saphire und in seinem Schwertgriff steckt ein Rubin.
Zu seinen Lebzeiten verwöhnt und glücklich, sieht der Prinz von seinem Sockel aus nun, wieviel Elend sich in der Stadt breit gemacht hat.
Als...Weiterlesen


Der glückliche Prinz
Der glückliche Prinz
(Oscar Wilde)
     
melancholisch
Ein aufs Gemüt gehendes Märchen, das den zu Lebzeiten verwöhnten Königssohn, nach dem Tode von seinem Denkmalpodest herabsehend, die Augen für das herrschende Elend öffnet und mit Hilfe einer kleinen Schwalbe zum Samariter werden lässt.

Die verlorene Wildnis
Die verlorene Wildnis
(Stephan Maninger)
Anspruch
Wissen
  5
8
      Liebe
Humor
  1
1
      Erotik
Spannung
  1
4
      Unterhaltung
Transzendenz
  7
2
     
Die verlorene Wildnis
Die verlorene Wildnis
(Stephan Maninger)
     
unterhaltend, fesselnd

Mutmassungen über Jakob
Mutmassungen über Jakob
(Uwe Johnson)
     
anstrengend
So gut wie nie breche ich einen einmal begonnenen Roman ab, aber hier habe ich nach knapp zwei Dritteln des Textes kapituliert, und das nicht zum ersten Mal, denn bereits 2008 bin ich bis Seite 208 vorgedrungen, jetzt, obwohl beim Wiederlesen unterwegs, habe ich schon 16 Seiten früher schlapp gemacht.
Die Erzählstruktur ist so gestaltet, dass man vieles sprichwörtlich nur ´mutmaßen` kann. Die andauernd wechselnden Perspektiven in der Ich-Form und das Hin- und Herspringen zwischen Personen und der ihnen zuzuordnenden Handlung verlangt dem Leser derart viel ab, dass der Genuss komplett auf der Strecke bleibt. Dass der hochgelobte, im Februar 1984 im Alter von 49 Jahren verstorbene Autor mehr als ein halbes Dutzend namhafte Preise errungen hat, spricht aber sicher für seine Arbeit, die zu würdigen, ich leider anderen überlassen muss.

Damals in Nagasaki
Damals in Nagasaki
(Kazuo Ishiguro)
Die Japanerin Etsuko denkt zurück an ihre Zeit in Nagasaki. Nach der Scheidung von ihrem Mann Jiro hatte sie mit ihrer Tochter Keiko Japan verlassen und in England wieder geheiratet, wo sie eine zweite Tochter (Niki) bekam und nun als Witwe in einem großen Haus auf dem Lande lebt. Niki, die in London wohnt, ist zu Besuch. die Schwester Keiko hatte vor nicht allzu langer Zeit in ihrem Apartment in Machchester Suizid begangen.
Handlungsschwerpunkte...Weiterlesen


Damals in Nagasaki
Damals in Nagasaki
(Kazuo Ishiguro)
     
nachhaltig, melancholisch
Ein zart geschriebenes sehr subtiles Buch. Mit einfachen Worten und Sätzen gelingt es dem Autor, vor den Augen des Lesers eine Kulisse aufzubauen, wie sie einfühlsamer nicht sein kann. Nach ´Was vom Tage übrig blieb` war dies mein zweiter Ishiguro Roman, aber sicher nicht mein letzter. Wie heißt es in der Wochenzeitung DIE ZEIT: ´Isiguros Romane gehören zum Eindrucksvollsten der neueren englischen Literatur`.

Das Jahrhundert der Flüchtlinge
Vor nunmehr fast 40 Jahren schrieb Heinrich Böll diesen Essay als Vorwort zu Rupert Neudecks Aufruf ´Wie helfen wir Asien? Oder ein Schiff für Vietnam`. Liest man ihn heute, so meint man sich im Jahrhundert geirrt zu haben. Bölls ´Jahrhundert der Flüchtlinge` aus dem Jahre 1980 bezog sich auf die ungeheuren Fluchtbewegungen nach Ende der beiden Weltkriege und während der kriegerischen Auseinandersetzungen in den Jahrzehnten danach, in denen...Weiterlesen


Eine Zeit zum Töten
Eine Zeit zum Töten
(Michael Iver Peterson)
     
Jeder, der sich für den Vietnamkrieg interessiert und Romane liest, bekommt mit diesen knapp 700 Seiten einen Weit- und Tiefblick, der seinesgleichen sucht. Vom einfachen Soldaten bis zum Botschafter und Präsidenten, von der Prostituierten bis hin zum katholischen Priester, vom Kampf an der Front, dem diplomatischen Kampf bis zum persönlichen Kampf um ein besseres Leben für die Vernachlässigsten, hier wird sehr viel sehr gut nachvollziehbar abgehandelt. Zugleich wirken zahlreiche Passagen so aktuell (Afghanistankrieg, Krieg gegen den Terror), dass man das Buch jeden kriegswilligen und auch jeden sich alternativlos kriegsgezwungen fühlenden Politiker und Verantwortlichen in die Hand drücken möchte.

Der Reisende
Der Reisende
(Ulrich Alexander Boschwitz)
     
Boschwitz schildert eindringlich die lebensbedrohliche Lage eines unbescholtenen und aus dem Nichts verfolgten deutschen Juden. Beachtlich, auch wenn sicher Das siebte Kreuz von Anna Seghers literarisch noch mehr Gewicht hat.

Der Reisende
Der Reisende
(Ulrich Alexander Boschwitz)
Der jüdische Berliner Kaufmann Otto Silbermann gerät in die Wirren der nach der Ermordung des Legationssektretärs an der Deutschen Botschaft in Paris, Ernst Eduard von Rath, und der einen Tag später in Deutschland stattfindenden Reichsprogromnacht beginnenden Judenhatz in Deutschland.
Er entgeht der darauf folgenden Verhaftungswelle wohl nur wegen seines nichtjüdischen Aussehens und dadurch, dass er seine Wohnung verlässt und ständig...Weiterlesen


Der Reisende
Der Reisende
(Ulrich Alexander Boschwitz)
     
anspruchsvoll
Ein hervorragendes Buch des damals 23-jährigen Berliner Kaufmannssohns, das in der Fachpresse und darüber hinaus große Beachtung fand und ausgiebig rezensiert wurde.

Die Schulz-Story
Die Schulz-Story
(Markus Feldenkirchen)
     
deprimierend
Eine beispielhafte Reportage über die Politik als Irrenhaus, in dem durch Strategie und reines Machterhaltdenken die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt. So einige Volksvertreter sollten sich unbedingt die Zeit nehmen, in diesem Buch nicht nur zu blättern, sondern sich das, was da geschrieben wurde,zu Hirn und zu Gemüte führen.

Lokalhelden
Lokalhelden
(A. J. Weigoni)
     
anspruchsvoll, nachhaltig

Lokalhelden
Lokalhelden
(A. J. Weigoni)
Wer in denselben Fluss steigt, dem fließt der Rhein anders zu
Die weitgespannten assoziativen Bezüge, die Weigoni aufgespannt hat, fängt der Roman in der sinnlichen und konkreten Individualität der Figuren wieder ein, ohne seine motivische Vielschichtigkeit ganz aufzuheben. Nach seinem ersten Roman Angeschlossenes Sammelgebiet fächert Weigoni das auf, was Dr. Enrik Lauer als Scharnier–Jahrzehnt bezeichnet, er macht die Zeit lebendig, läßt die Figuren leben und in angemessener Unwissenheit darüber bleiben,...Weiterlesen


Lokalhelden
Lokalhelden
(A. J. Weigoni)
Lokalhelden
Dieser Roman ist keine Story nach dem Prinzip des Linearen. Eine narrative Stringenz wird von A.J. Weigoni in diesem Roman explizit verweigert. Die Prosa geht aus Strudeln hervor. Sie entsteht in einer Werkstatt der Momentaufnahmen und Bilder, der assoziativen, leicht deliranten Verknüpfung von Orten, Zeiten, Erinnerungen und Episoden, die der Werkstatt von Lyrikern ähnlich ist. Diese Prosa ist gleichzeitig erfahrungsgesättigt und bildungsgetränkt,...Weiterlesen


Die Getriebenen
Die Getriebenen
(Robin Alexander)
     
belehrend
Ein journalistisches und der späteren Geschichtsschreibung geschuldetes Glanzstück



Die neusten Ereignisse


Atelier Nina Staehli     Stichwort hinzugefügt
Der Schachtherapeut     Stichwort hinzugefügt
gowell-guide.de     Stichwort hinzugefügt
School of Observation     Stichwort hinzugefügt
Galerie Christ     Stichwort hinzugefügt