Andersen ist vor allem durch seine Kurzgeschichten und Märchen bekannt geworden. Warum das so ist, wird einem klar, wenn man diesen Roman liest; die "lange Form" ist nicht sein Metier.
Das Werk besteht aus vielen kleinen für sich genommen durchaus schönen, zuweilen anrührenden Teilen. Es wird aber leider nicht wirklich ein einheitliches Ganzes daraus. All zu oft wird der Leser verwirrt im Dickicht der Handlung alleingelassen, um sich unverhofft an einem ganz neuen Erzählort wiederzufinden.
Trotz dieser Mängel ist dies aber ein durchaus lesenswertes Buch. Es lebt eben gerade von diesen kleinen Einzelstücken, in denen Andersens Können, sei es in Landschaftsbeschreibungen oder psychologischen Begebenheiten aufblitzt. Die Meisterschaft seiner Kurzwerke erreicht er allerdings in diesem Roman nie.