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Literarisches Werk


Das Rasiermesser

Vladimir Nabokov

 



Übersicht


Originalsprache : Russisch
 


Kurzbeschreibung


»Das Rasiermesser« ist eine Erzählung von Vladimir Nabokov. 1926 wurde das literarische Werk zuerst veröffentlicht.


Der in den Wirren der Revolution aus Russland geflohene Hauptmann Iwanow, dem man in seinem Regiment aufgrund seines kantigen Profils den Spitznamen ´Rasiermesser´ verpasst hatte, kommt in Berlin in einem Friseurladen unter und muss, der Zufall will es so, beim Bedienen der Kundschaft tatsächlich auch ein Rasiermesser in die Hand nehmen.
Als er eines Tages, da wenig Betrieb herrscht, allein im Salon weilt und auf Kundschaft wartet, lässt sich ein ihm bekannt vorkommender Kunde ´mit schwammigem Gesicht und stechenden Äuglein´ auf dem Rasiersessel nieder. Iwanow erkennt einen seiner Peiniger und gibt sich, als er ihm das Rasiermesser an den Hals setzt, ebenfalls zu erkennen. Während der Kunde verzweifelt seine Augen zukneift, redet er auf ihn ein und führt ihm sein Ihm-ausgeliefert-sein vor die geschlossenen Augen. Mit den Worten: „Verstorbene werden immer rasiert. Und jetzt rasiere ich Sie. Sie verstehen, was gleich kommt“, wischt er ihm die Schaumreste aus dem Gesicht und entlässt ihn schließlich mit der Bemerkung: „Sie haben ihr Fett. Ich empfinde Genugtuung. Sie können gehen“. Als sein einstiger Peiniger schweigend und unbeweglich sitzen bleibt, schreit er ihn an: „Steh auf Du Trottel“, woraufhin dieser umgehend das Geschäft verlässt.





Linktipp: »1926« als Erscheinungsjahr haben auch