(von griechisch palindromos = rückläufig)
- sinnvolle Folge von Buchstaben, Wörtern oder Versen, die rückwärts gelesen denselben oder einen anderen Sinn ergibt
- war zunächst ein Mittel ritueller Sprachmagie
- gilt seit der
Antike als sprachartistisches Spiel
- Wortpalindrom (Reliefpfeiler)
- Satzpalindrom (Ein Neger mit Gazelle zagt im Regen nie.)
- Sinnspielpalindrom (Gras - Sarg)
- Verspalindrom
von griechisch metaphora = die Übertragung
(Begriff)
- rhetorische Figur, bei der die Wörter nicht in der eigentlichen, sondern in übertragener Bedeutung verwendet werden
- bildhafte Sprache
- kann auch zum Ausdruck einer neuen Wirklichkeit jenseits der alltäglichen Realität werden
- wurde vom römischen Rhetoriklehrer
Quintilian als ein gekürzter Vergleich definiert
- man unterscheidet bewußte und unbewußte Metaphern
Bsp.:
der Arm eines Flusses
der Fuß des Berges
Baumkrone
Stuhlbein
elektrischer Strom
(von griechisch anagraphein = umschreiben)
- die Umstellung der Buchstaben eines Wortes, Namens oder Wortgruppe zu einer neuen, sinnvollen Lautfolge
- kein Buchstabe wird dabei weggelassen oder hinzugefügt
- wurde zuerst von
Lykophron aus Chalkis (griechischer Dichter, 3. Jh. v. Chr.) verwendet
- wahrscheinlich orientalischen Ursprungs
- in religiösen Geheimschriften verbreitet
- Versuch, im
Mittelalter mit Anagrammen symbolische Bezüge deutlich zu machen
- im
Barock vor allem als Pseudonym beliebt
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